Bisher habe ich von blinden und sehbehinderten Surfern gesprochen, die mit einem Screen-Reader arbeiten. Dieser Personenkreis wird am Informationszugang im WWW gehindert. Dies liegt natürlich daran, dass das Internet eine sehr starke optische Ausrichtung hat, aber es liegt auch daran, dass die eingesetzten Übersetzungs-Programme ihre Grenzen haben.
Ein großer Teil der Sehbehinderten steht auch dann vor Barrieren im Internet, wenn sie keinen Screen-Reader einsetzen müssen. Da dieser Personenkreis aufgrund der Vielfältigkeit der Einschränkungen meist sehr individuelle Anforderungen an die Anzeige auf dem Bildschirm hat, ist es hier wesentlich schwieriger, optimale Anforderungen zu formulieren. Einige grundsätzliche Schwierigkeiten treten jedoch relativ häufig auf, ob nun mit Standard-Software oder speziellen Programmen zur Vergrößerung von Bildschirmausschnitten gearbeitet wird.
Es gibt eine ganze Reihe andere Behinderungen, die weitere Barrieren hinsichtlich der Zugänglichkeit zum Internet mit sich bringen. Die meisten dieser Barrieren gelten aber auch für blinde und sehbehinderte Menschen. Allerdings gibt es natürlich auch gehörlose und schwerhörige Surfer. Der Problematik der rein akustischen Webdarstellung bin ich zwar in der Praxis noch nicht begegnet, aber man muss auch bedenken, das für Gehörlose auch die deutsche Sprache wie eine Fremdsprache ist. Die Muttersprache Gehörloser ist die Gebärdensprache.
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