Barrierefreies Design - eine Aufgabe für Internet-Architekten

Einleitung

Wenn ich mit Webdesignern über die Gestaltung von Internetseiten spreche und wir auf die Zugänglichkeit zu sprechen kommen, sind diese oft überrascht, dass Blinde und stark Sehbehinderte überhaupt mit einem Computer umgehen können. Es liegt auch nicht auf der Hand, denn die allermeisten kennen keine Screen-Reader und somit auch nicht die Möglichkeit, Bildschirmdarstellungen in Braille-Schrift oder Sprache ausgeben zu können. Der Bildschirm ist nach ihren Vorstellungen der einzige Ausgabemodus.

Um überhaupt mit dem Computer arbeiten zu können, benötigen Blinde und ein Teil der Sehbehinderten eine zusätzliche Software, die die Signale an den Bildschirm abfängt und neu interpretiert. Diese Spezialsoftware wird als "Screen-Reader" bezeichnet. Weiterhin verwenden viele eine Braille-Zeile, eine erweiterte Tastatur, die unterhalb der "normalen" Tasten einen Ausgabebereich für Zeichen in Blindenschrift enthält. Die Übersetzung des Bildschirminhalts für blinde Computerbenutzer durch den Screen-Reader erfolgt entweder in Blindenschrift über die Braille-Zeile oder in synthetischer Sprache, beispielsweise über eine Soundkarte. Die Eingabe in den Computer ist hingegen unproblematisch und geschieht über die Tastatur.

Unter diesen Voraussetzungen können Blinde und Sehbehinderte im World Wide Web (WWW) surfen. Natürlich ist dies mit gewissen Einschränkungen verbunden. Die Inhalte von Bildern und Grafiken bleiben nach wie vor "verborgen".

Das Internet kann immense Vorteile für einen Menschen bringen, der nicht mehr lesen kann. Es ist zwar möglich, Zeitungen mit Hilfe verschiedener Geräte zu lesen, dies ist jedoch sehr mühselig. Eine Zeitung, die ihre Informationen ins Netz stellt, kann hingegen mittels Screen-Reader verhältnismäßig schnell durchgeblättert und zur Kenntnis genommen werden.

Als Browser benutzen manche Blinde Lynx, der wirklich optimale Eigenschaften hat. Lynx ist zwar keine Spezialsoftware für Sehgeschädigte. Es hat sich aber herausgestellt, dass dieser ursprünglich für wissenschaftliche Zwecke entwickelte Browser den Bedürfnissen von Blinden am meisten entgegenkommt, da die Ergebnisse rein textorientiert sind. Meist werden aber Standard-Browser wie der Microsoft-Internet-Explorer (MSIE) eingesetzt.

Trotz der Ausgabemöglichkeiten mit Braille-Zeile oder Sprachausgabe, stoßen Blinde und Sehbehinderte immer wieder auf Barrieren im Internet, die den Zugang zu Informationen erschweren. Ich habe bereits die Bilder und Grafiken angesprochen. Ein anderes Problem ist, dass jemand, der nicht sehen kann, auch keine Maus bedienen kann. Die Screen-Reader-Hersteller haben Lösungsansätze hierfür gefunden, aber es sind eben Ansätze, die die Nutzung von Mausfunktionen über Tastatur begrenzt ermöglichen. Auch das Layout, das visuell intuitiv ist, kann zu Verständnisschwierigkeiten führen.

Über das CSS-Design

Lesen Sie, [intern] warum ich mich an die Standards halte und warum das Layout mit [intern] Cascading Style Sheets statt Tabellen oder Frames gestaltet wurde. Sollten Sie Probleme mit dem Layout haben, so finden Sie in der [intern] Liste standardkonformer Browser Links zu entsprechenden Download-Seiten.

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