PDF und Barrierefreiheit

Barrierefreiheit überprüfen

Der direkte Zugriff

Ob ein PDF-Dokument Tags aufweist, lässt sich schnell in den Dokumenteneigenschaften feststellen. Der Eintrag "PDF mit Tags" bzw. "Markierte PDF" (bei Acrobat 5) muss mit "Ja" gekennzeichnet sein. Dies ist auch im Adobe Reader möglich. In den Professional-Versionen von Acrobat können Sie in der Navigationsregisterkarte "Tags" überprüfen, ob und welche Strukturauszeichnungen vorhanden sind.

Internes Werkzeug von Acrobat

Seit Erscheinen von Acrobat 5 bietet Adobe einen integrierten Zugänglichkeits-Checker. Dieser erlaubt die Überprüfung der Zugänglichkeit eines vorhandenen PDF-Dokuments. Dabei werden diejenigen Teile des Dokuments, die Probleme verursachen können, visuell hervorgehoben. In Adobe Acrobat 7 Professional gehen Sie wie folgt vor:

  1. PDF-Dokument mit Acrobat öffnen.
  2. Menü "Erweitert" > "Ausgabehilfe" > "Vollständige Prüfung"
  3. Die folgenden Optionen auswählen: Ausgabehilfebericht erstellen, Korrekturhinweise einschließen, Kommentare im Dokument erstellen, alle Seiten im Dokument, alle Prüfungsoptionen.
  4. "Prüfung starten".

Der Prüfbericht enthält sowohl die Mängel als auch konkrete Hinweise zu ihrer Korrektur. In den Reader-Versionen steht nur die schnelle Zugriffsprüfung zur Verfügung. Ein Bericht oder Kommentare werden hier nicht erzeugt.

Bildschirmfoto: Hervorhebung von Fehlern Adobe Acrobat 7 Professional: Markierungen und Kommentare im fehlerhaften PDF-Dokument selbst erleichtern das Auffinden der Mängel, die im Ausgabehilfebericht dokumentiert sind. Er enthält auch konkrete Anweisungen zu ihrer Behebung.

In Adobe Acrobat 5 finden Sie dieses Werkeug in einer einfacheren Version unter: "Werkzeuge" und dann "Zugriffsprüfung". Dort können Sie auswählen, ob das Prüfprotokoll in einer eigenen Datei gespeichert werden soll oder als Kommentare in die zu prüfende Datei selbst eingefügt werden soll.

Bildschirmfoto: Zugriffsprüfung in Acrobat 5 Acrobat 5 bietet eine einfache Einstellung der Zugriffsrechte. Diese Einstellungen sind auch ohne MakeAccessible möglich.

Umfließen

Es ist im Reader möglich, Texte in PDF-Dokumenten in unterschiedlicher Skalierung darzustellen. Hierbei wird auch das Umfließen von weiteren Elementen innerhalb einer PDF-Seite unterstützt. Die Darstellung der Schriftgröße kann im Reader durch den Zoom stark verändert werden. Damit im Dokument nicht horizontal gescrollt werden muss, wird durch die Funktion "Umfließen" der Text neu umgebrochen. Spalteninhalte werden nicht mehr nebeneinander, sondern Absatzweise untereinander dargestellt. Tabellen und Bilder werden entsprechend der Monitorgröße angepasst und eventuell verkleinert, um vollständig erfassbar zu werden. Wie ein Dokument unter solchen "Extrembedingungen" aussieht, kann aufgrund der Verschiedenartigkeit der Inhalte und des Layouts nicht vorhergesagt werden. Bei der Erstellung von PDF-Dokumenten sollten daher Darstellungen bis zur vierfachen Vergrößerung getestet werden.

PDF-Dokument in zwei verschiedenen Vergrößerungseinstellungen Der Adobe Reader bietet eine eigene Vergrößerung an. Texte werden hier mit 100% und 300% dargestellt.

Speichern als Text

Natürlich ist ein PDF-Dokument keine Webseite. Wenn aber die Informationen wichtig sind und sie von allen genutzt werden sollen, dann ist PDF trotz bestimmter Vorteile nicht optimal. Sie sollten überlegen, ob die Informationen nicht auch als HTML oder einem anderen Format zur Verfügung gestellt werden können. Insbesondere wenn blinde Menschen den Text lesen wollen, bietet sich eine Alternative in RTF (rich text format) an, wenn eine HTML-Version nicht vorhanden ist.

Sofern keine Sicherheitseinstellungen vorgenommen wurden bzw. das Entnehmen und Kopieren von Inhalten zulässig sind, ist der Export des PDF-Inhalts als Text grundsätzlich möglich. Diese Textentnahme ist vor allem in älteren Adobe Readern (vor 2005) wichtig. Bevor Sie ein PDF-Dokument publizieren, stellen Sie bitte fest, dass der Textexport möglich ist:

  1. Menü "Datei"
  2. "Als Text speichern"

Bitte achten Sie darauf:

Acrobat Professional Versionen verfügen über weitere Exportfunktionen. Sie können PDF-Dokumente in HTML, XML, RTF, TXT oder DOC umwandeln.

Nutzertests

Es bleibt leider nicht aus, dass in der Praxis ein tagged PDF trotzdem nicht richtig von einem Screenreader interpretiert werden kann. Ein Test mit einer Vorlesesoftware ist also notwendig. Eine Demo-Version des Screenreaders "JAWS" kann beispielsweise auf der Seite [extern, deutschsprachig] www.freedomsci.de heruntergeladen werden. Den Screenreader "Blindows" finden Sie auf [extern, deutsch] www.audiodata.de. Noch besser ist es natürlich das Dokument von konkreten Nutzern testen zu lassen, die mit ihrem jeweiligen Ausgabegerät vertraut sind.

Über das CSS-Design

Lesen Sie, [intern] warum ich mich an die Standards halte und warum das Layout mit [intern] Cascading Style Sheets statt Tabellen oder Frames gestaltet wurde. Sollten Sie Probleme mit dem Layout haben, so finden Sie in der [intern] Liste standardkonformer Browser Links zu entsprechenden Download-Seiten.

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