Barrierefreies Webdesign in den deutschen Bundesländern

Die Barrierefreie Informationstechnik-Verordnung (BITV) setzte im Jahr 2002 mit der Übernahme der Web Content Accessibility Guidelines (WCAG) 1.0 die Extern, englischsprachig: Empfehlungen der Europäischen Kommission für die Bundesverwaltung um. Weitere Schritte waren die Implementierung der Webstandards zur Barrierefreiheit auf Länder- und kommunaler Ebene. Die Harmonisierung der Regelwerke auf Länderebene mit den bundesrechtlichen und internationalen Richtlinien hätte erfolgen sollen, aber die länderspezifischen Verordnungen sind unterschiedlich ausgefallen.

In der BITV wurde die Überarbeitung der anzuwendenden Standards geregelt, was den Erlass der BITV 2.0 in 2011 zur Folge hatte. Die Intern: BITV 2.0 führt als technischer Standard eine Übersetzung der WCAG 2.0 aus 2008 auf. Damit wurde eine längst überfällige Modernisierung der anzuwendenden Standards für die deutsche Bundesverwaltung erzielt.

Die Anpassung in der BITV 2.0 hat zur Konsequenz, dass die ohnehin teilweise abweichenden Regelungen in den Bundesländern jetzt noch mehr von den Vorgaben auf Bundesebene abweichen. Diese Fragmentierung kann für keinen befriedigend sein. Intern: Harmonisierte Standards in ganz Deutschland schaffen Anwendungssicherheit, kalkulierbare Rahmenbedingungen sowie praktische und wirtschaftliche Vorteile. Auch aus Sicht der Nutzer mit Behinderungen sollten die Anforderungen an barrierefreies Webdesign überall auf einem Niveau sein.

Der Stand der Landesgleichstellungsgesetze ist in den einzelnen Bundesländern unterschiedlich. Die nachfolgenden Links führen zu Übersichten des Projekts "Digital informiert - im Job integriert " auf www.di-ji.de. Dort finden Sie genauere Informationen zu den gesetzlichen Regelungen in den deutschen Bundesländern.