Problemfelder von Web-Accessibility

Rangschema der Probleme der Mailing- Liste

Gliederung

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Analyse der Mailing-Liste

Die vorliegende Mailing-Liste der deutschen WAI ist vor allem als eine Möglichkeit der Rückkopplung der praktischen Erfahrungen, Probleme und als Diskussionsforum darüber gegenüber den geschriebenen Richtlinien und Verordnungen zu sehen.

Es wird diskutiert über die Auslegung und Definition von Begriffen und einzelnen Punkten der WCAGs oder der BITV und über deren praktische Realisierung und Bedeutung.

Es werden konkrete Programmiermöglichkeiten und konkrete Web-Auftritte, die einzelne Mitglieder zur Diskussion stellen, beredet. Im letzteren Fall agieren die Mitglieder der Mailing-Liste als eine Art Selbsthilfegruppe zur umfassenden Qualitätsbeurteilung und vor allem zum Testen der praktischen Zugänglichkeit. Dabei werden nicht nur private Web-Auftritte untersucht, sondern insbesondere auch die der Behindertenverbände, die der Institutionen vom Bund, die nach dem Bundesbehindertengleichstellungsgesetzes (BGG) [[extern, deutsch] 52] und der BITV zu BITV-konformen Web-Präsentationen verpflichtet sind, und die Auftritte solcher Firmen und Institutionen, die in Pressemitteilungen die WCAG- oder BITV-konformität verkünden.

Aus den daraus entstandenen Diskussionen und den erkannten Fehlern bei den Web-Auftritten wurden die in diesem Kapitel vorzustellenden Rangschemata der Problemfelder der Web-Accessibility entwickelt.

Vorgehensweise

Die Mailing-Liste lag sowohl in zeitlich chronologischer Folge der E-Mails als auch nach den einzelnen Betreff- Themen geordnet im Archiv vor [[extern, deutsch] 50]. Diese Einteilung scheint aber für die Analyse einer solchen Mailing-Liste ungeeignet, da zum einen die Betreff-Zeile nicht immer sehr aussagekräftig ist, um welches Thema es sich in den folgenden E-Mails wirklich handelt, und zum zweiten die Diskussion innerhalb eines Themas auch häufig abschweifen kann.

Aus diesen Gründen wurde die zeitlich chronologische Folge gesichtet und zuerst eine grobe Einteilung der E-Mails vorgenommen, die in etwa folgende Strukturierung hatte:

Diese Einteilung wurde grob anhand der Betreffzeilen und durch das Querlesen der E-Mails vorgenommen. Anschließend wurden diese Kategorien weiter verfeinert und aufgegliedert, so wie es in der obigen Liste schon zu erkennen ist, so dass zum Schluss zu jedem der oben genannten Begriffe eine Reihe von Einzeldokumenten existierte, die aber wiederum je eine Menge von E-Mails enthalten.

Für die Entwicklung der Rangschemen wurden diese einzelnen Dokumente konzentriert durchgearbeitet und eine große Liste von angesprochenen Problemen aufgestellt. Diese wurden anschließend in die Rangschemata eingeordnet.

Probleme bei der Analyse

Die Schwierigkeit der Analyse lag zuerst in den Zuordnungen zu den einzelnen Kategorien und dann in der Identifikation der Probleme in den vielen E-Mails. Zum jetzigen Zeitpunkt umfasst die Mailing-Liste mehr als 2700 E-Mails, die es zu sichten und zu analysieren galt.

Dann musste in den einzelnen Kommentaren und Fragestellungen unterschieden werden, ob es ein Problem eines Einzelnen, z.B. wegen ungünstigen Einstellungen bestimmter Software oder eines Fehlers im ProgrammCode, war oder ob es sich um ein generelles Problem handelte, welches bestimmte oder alle Internetnutzer, bestimmte Benutzeragenten oder andere Szenarien betraf.

Außerdem gibt es auch eine Reihe von unsachlichen E-Mails, die sich nicht mit Aspekten der Barrierefreiheit befassen, sondern das Verhalten von Mitgliedern in der Diskussion untereinander oder das Schimpfen auf Projekte und Verbände, die Barrierefreiheit proklamieren, aber selbst mit schlechtem Beispiel vorangehen, beinhalten.

Dann gibt es weiterhin einige Themen, die schon mehrmals diskutiert wurden, die aber vor allem neue Mitglieder immer wieder zur Sprache bringen. Hier finden dann oft keine sachlichen Diskussionen mehr statt, sondern es treffen eher festgefahrene Meinungen in teilweise sehr unsachlichen Kommentaren aufeinander.

Mit solchen Diskussionen können neue Interessenten auch schnell wieder vergrault werden, da sie den Eindruck gewinnen könnten, es wird ihnen nicht geholfen oder das Klima in der Mailing-Liste ist immer so rau und unsachlich.

Der größte Teil der Mailing-Liste besteht aber aus Diskussionen zu Lösungsmöglichkeiten der Probleme, sowohl aktuell als auch zukünftig, denn einige Technologien werden in aktuellen Benutzeragenten noch nicht umgesetzt. Andere Probleme betreffen wiederum vor allem ältere Hard- und Software, die die neueren Technologien nicht umsetzen können. In solchen Diskussionsrunden geht es oft auch um die Wirtschaftlichkeit und den Nutzen der Berücksichtigung solcher veralteter Technik.

Weitere Diskussionen werden um bestimmte Punkte oder Richtlinien der WCAGs oder BITV geführt, vor allem um die nicht objektiv prüfbaren, was dann auch oft in eine Art Streit der verschiedenen Ansichts- und Auslegungsweisen mündet, der nicht abgeschlossen werden kann. Dann bedarf es wiederum E-Mails, um die entstandenen Missverständnisse und annähernden Beleidigungen auszuräumen und zu klären.

Es ist also zu erkennen, dass eine ganze Menge verschiedenartiger E-Mails in dieser Mailing-Liste zu finden sind, die es zu durchsuchen galt. Für die Analyse einer solchen Liste müssen aber alle E-Mails nach ihrem Informationsgehalt gefiltert werden und die einzelnen Probleme sowie deren Umfang und eventuelle Zusammenhänge erkannt werden.

Die Rangschemen

Aus den in der Analyse der Mailing-Liste erkannten Probleme der Barrierefreiheit wurde ein kontextsensitives Rangschema entwickelt, welches die Beziehungen der Probleme sowohl zu einem bestimmten Nutzungskontext als auch zu einer oder mehreren Rollen, die im Prozess der Konzeption bis zur Veröffentlichung eines Web-Auftritts agieren, verdeutlichen soll. Außerdem wird eine Art Wichtung der einzelnen Probleme vorgenommen, mit der ausgedrückt werden soll, mit welcher Quantität aber auch Wichtigkeit die Probleme in der vorliegenden Mailing-Liste diskutiert wurden.

Für das Verständnis der Rangschemata ist allerdings zu beachten, dass sich hauptsächlich blinde und sehbehinderte Internetnutzer und nicht- beeinträchtigte Interessenten in der Mailing-Liste unterhalten. Somit werden vorrangig Probleme behandelt, auf die diese Nutzer treffen.

Damit sind die identifizierten Problemfelder eine nach dieser Mailing-Liste gefilterte Abbildung, die nicht alle Hindernisse und Barrieren für beeinträchtigte Internetnutzer beinhalten, da sich beispielsweise Hör- oder Lernbehinderte kaum oder gar nicht zu Wort melden.

Im folgenden wird zunächst auf den Aufbau und die Einteilung der Schemata eingegangen, um anschließend die Rangschemen und nicht eingeordnete Probleme vorzustellen. Im nächsten Kapitel wird dann beispielhaft auf einige der angesprochenen Punkte näher eingegangen.

Aufbau der Schemen

Das entwickelte Rangschema umfasst drei Dimensionen: die Kontexte, die Rollen und die Wichtung der Probleme, wobei der Übersichtlichkeit halber aus den zugeordneten Wichtungen je ein Schema aufgestellt wird. In den Rangschemen sind die vorgenommen Zuordnungen auf keinen Fall statisch zu sehen, sondern eher fließend.

Es gibt sowohl kontext- als auch rollenübergreifende Problemfelder, d.h. die Probleme können z.B. in den verschiedenen Kontexten auftreten, vermieden werden, indem sich mindestens zwei Personen der beteiligten Rollen gemeinsam damit befassen oder auftreten, weil die Zuarbeit zwischen den einzelnen Rollen nicht klappt. So kann sich beispielsweise nicht der Programmierer überlegen, was ein zu verwendendes Bild aussagen soll und den Alt-Text dazu verfassen, sondern der Autor muss sich um die Aussage und Formulierung des entsprechenden Alt-Textes Gedanken machen. Das muss dann weitergegeben werden, damit der Programmierer dies zum Bild zuordnen und implementieren kann.

Damit kann auch schon eine wichtige Schlussfolgerung gezogen werden, nämlich das sich alle Personen, die an der Erstellung eines barrierefreien Web-Auftritts beteiligt sind, mit dem Feld der Barrierefreiheit beschäftigen und um ihre rollenspezifische Qualifikation bemühen müssen, um eine weitestgehend barrierefreie Web-Präsentation erstellen zu können.

Die Rollen

Folgende 4 Rollen, die dem Prozess des Web-Publishing zuzuordnen sind, wurden für das Rangschema ausgewählt und eingesetzt:

Die Kontexte

Die Wichtung

Die vorgenommene Wichtung der Probleme orientiert sich zum einen an der Quantität der E-Mails zu diesem oder einem zugehörigen Thema und zum anderen an einer Einschätzung der Wichtigkeit, mit der die Mitglieder der Mailing-Liste das Problem diskutieren und händeringend nach akzeptablen Lösungen suchen, die das Problem auch längerfristig zufriedenstellend lösen.

Folgende Einteilung wurde gewählt:

  1. Diese Kategorie beinhaltet nur einzeln angesprochene Themen und Schwierigkeiten, auf die nur wenige Internetnutzer treffen, wie z.B. die Frage nach dem richtigen Konzept und die Realisierung von Videos in Gebärdensprache mit dem Ziel, möglichst kleine Dateigrößen zu erreichen, oder Probleme, die die Mitglieder nicht lösen können, wie z.B. Content Management Systeme, die eventuell zwar eine barrierefreie Ausgabe produzieren, aber keine barrierefreie Eingabe bieten.
  2. Unter den Themen, die mit dieser Wichtungsstufe markiert sind, befinden sich Probleme, die schon in verschiedenen Diskussionen angesprochen und beredet wurden. Diese Punkte sind durchaus zu bedenken, da sie meist für eine bestimmte Gruppe von Internetnutzern zum Hindernis oder zumindest zu einer Schwierigkeit werden können, wenn sie nicht korrekt und logisch umgesetzt werden. Allerdings gibt es hier auch meist mehrere Überlegungen zur Realisierung, wie z.B. die Frage, mit welchen Zeichen Trennungen von Links (vor allem für die akustische Ausgabe) vollzogen und wie diese möglichst vor den optischen Browsern verborgen, aber doch druckbar gemacht werden können oder wie viele Elemente maximal in einer Linkliste eingeordnet werden sollten.
  3. Dies ist die höchste Stufe, die in den Rangschemata zu finden ist, und beinhaltet immer wieder diskutierte Probleme, zu denen dann auch oft keine konkreten und allgemeingültigen Lösungen gefunden werden können. Ebenso gehören hierzu ganz elementare Punkte der Barrierefreiheit, die aber leider oft nicht bedacht werden. Dabei sind Themen, wie z.B. die optimale Schriftart und -größe, optimale Farbwahl und fehlende oder nicht aussagekräftige Alt-Attribute aber z.B. auch die geräteunabhängige Programmierung zu finden.
  4. Dieser Kategorie wurden nur Probleme zugeordnet, die nicht in den Rangschemen, sondern in der Liste der nicht- zugeordneten Probleme zu finden sind. Sie umfasst Hauptdiskussionspunkte der Mailing-Liste und Themen, die die Mitglieder als wirklich elementar ansehen und die dringend geklärt werden sollten. So befinden sich hier Punkte, wie das Fehlen eines transparenten Test- und Zertifizierungsverfahren, fehlendes Problembewusstsein bei den Agenturen und Richtlinien in den WCAG, die nicht objektiv testbar, aber für das Erreichen der Konformitätsstufe Triple-A zu erfüllen sind. An den genannten Beispielen ist auch schon zu erkennen, dass Probleme dieser Kategorie sich nicht in das Rangschema zu bestimmten Kontexten und Rollen zuordnen lassen und es hier Initiativen seitens der Behindertenverbände, Projekten zur Aufklärung in diesem Bereich oder in Aus- und Weiterbildung bedarf.

Die Zuordnung

Für die Einordnung der einzelnen Probleme, die sich oft auch noch in viele Teilprobleme aufgliedern lassen, galt es zunächst zu analysieren, welche Rolle, ob der Autor, der Designer oder der Programmierer der Web-Site, den Fehler bzw. das Problem verursacht haben könnte oder wer ihn mit entsprechender Qualifikation beheben könnte.

Dabei war es hilfreich, genaue Abgrenzungen der Tätigkeitsbereiche der einzelnen Rollen, wie sie im Abschnitt 5.2.1.1 "Die Rollen" beschrieben sind, vorgenommen zu haben. Allerdings gibt es auch Elemente einer Web-Site, die nur durch den regen Austausch zwischen zwei Rollen befriedigend umgesetzt werden können, wie z.B. das Gestalten und Programmieren umfangreicher Navigationslisten, wie sie oft auf Portalen zu finden sind, und Sitemaps. Diese müssen nach Aspekten der Wahrnehmungspsychologie und Barrierefreiheit strukturiert und gestaltet werden und anschließend nach den Richtlinien der WCAG bzw. BITV für möglichst alle Plattformen und Arten von Zugangssoftware so zugänglich wie möglich implementiert werden.

Nach der Zuordnung der Probleme zu den entsprechenden Rollen musste überlegt werden, in welchen Kontexten die Schwierigkeiten auftreten oder auftreten könnten. Hier allerdings ergab sich des öfteren eine eher gleitende Einsortierung in die gewählten Kontexte, da z.B. das Problem der unterschiedlichen Darstellung in verschiedenen Browsern sowohl als Benutzeragentenproblem angesehen werden kann, aber auch die Begebenheiten in Schule oder Büro zu berücksichtigen sind. Besonders da können die Nutzer die Art der Zugangssoftware oft nicht beeinflussen oder zwischen mehreren wählen und sind somit z.B. auf Netscape 4.x als Browser angewiesen, der die Elemente der Web-Site aber so ineinander verschoben und unvollständig anzeigt, dass eine vernünftige Informationsgewinnung kaum mehr möglich ist. So finden sich also mehrere Themen, die zu zwei oder sogar zu allen drei Kontexten zuzuordnen sind.

Des Weiteren gab es Problemfelder, die sich nicht in das entwickelte Rangschema einordnen lassen, da sie entweder nicht einer oder mehreren Rollen, einem oder mehreren Kontexten oder sogar nicht zu beiden Diagrammachsen beizuordnen sind. Das betrifft vor allem sehr allgemeine Themen, wie z.B. das fehlende Problembewusstsein auf allen Ebenen, oder bedarf der Unterstützung der Industrie, wie z.B. in Ein- und Ausgabe barrierefreie Content Management Systeme oder das Umsetzen der Sprachwechsel in den akustischen Hilfsmitteln. Auch andere Initiativen sollten sich angesprochen fühlen, z.B. für das Erstellen von transparenten Prüf- und Zertifizierungsverfahren. Diese Probleme sind im Anschluss an die Rangschemata in einem eigenen Abschnitt aufgelistet.

Das Schema

Rangschema 1

Dieses Teilschema enthält alle identifizierten Problemfelder der Wichtung (1).

Rangschema 1Lange Beschreibung der Grafik

Aus Gründen der Übersichtlichkeit wurde das erarbeitete Schema in drei Teilschemata aufgeteilt und zwar jeweils anhand der Wichtung geordnet. Einige Probleme des dritten Schemas werden im folgenden Kapitel 6 näher von den verschiedenen Seiten beleuchtet und Lösungsansätze dafür vorgeschlagen.

Rangschema 2

Dieses Teilschema beinhaltet die Probleme, welche der Wichtung (2) zugeordnet wurden.

Rangschema 2Lange Beschreibung der Grafik

Rangschema 3

Das folgende Rangschema umfasst die wichtigsten Problemfelder, nämlich die der Wichtung (3). Die markierten Stellen im Schema werden im anschließenden Kapitel näher von den verschiedenen Seiten beleuchtet und damit die Vielschichtigkeit dieser Probleme beispielhaft aufgezeigt.

Rangschema 3Lange Beschreibung der Grafik

Nicht zugeordnete Probleme

Die folgenden Problemfelder der Barrierefreiheit konnten aus Gründen der Nicht- Zuordbarkeit in die gewählte Aufteilung des Rangschemas nicht einsortiert werden und sind nachfolgend nach den ihr zugewiesenen Wichtungsstufen aufgelistet:

  1. barrierefreie Content Management Systeme,
    Mangel an Fachkräften, -wissen und Erfahrung zum Erstellen barrierefreier Web-Auftritte,
    mangelnde Integration der Problematik in Aus- und Weiterbildung, unterschätzte Kostenreduktion durch barrierefreie Web-Sites (längerfristig, zukunftsorientiert, leichter wart- und änderbar),
  2. keine Zuordnungen,
  3. barrierefreie PDF- Darstellung, Umsetzung der Sprachwechsel in den akustischen Hilfsmitteln, nicht standard-konforme Unsetzung des Codes in Browsern (Problem vor allem bei dem Microsoft Internet Explorer (MS IE), da fast alle Screenreader die Ausgabe des MS IE als Basis benutzen),
  4. fehlendes Problembewusstsein, fehlende transparente Test- und Zertifizierungsverfahren (automatisierte und mit Personen der Zielgruppe), Richtlinienkonformität garantiert die praktische Zugänglichkeit für behinderte Nutzer nicht, nicht objektiv prüfbare Kriterien für Konformitätsstufe Triple-A, Auszeichnung "barrierefrei", "WCAG-konform" oder BITV-konform", aber Nicht- Einhaltung der Standards schon bei flüchtiger Überprüfung.

Zusammenfassung

Aus der Anzahl der Probleme in den Rangschemen ist schon zu erkennen, dass es noch einige offene Fragen und schwierig umzusetzende Punkte in den Verordnungen zur Barrierefreiheit gibt.

Wichtig ist vor allem, dass sich alle Personen, die an der Erstellung barrierefreier Web-Auftritte beteiligt sind, mit den Themen, Problemen und Schwerpunkten der Barrierefreiheit beschäftigen und diese nach bestmöglichen Wissen umsetzen. Nur wenn alle ihren Beitrag leisten, können weitestgehend barrierefreie Web-Sites erstellt werden. Auch der Internetnutzer selbst muss sich über die Möglichkeiten von Einstellungen in seiner Zugangssoftware bewusst sein und diese für eine benutzeroptimierte Darstellung einsetzen.

Wichtig ist außerdem, dass endlich nachvollziehbare Prüfmechanismen geschaffen werden, in denen auch alle Checkpunkte bzw. Bedingungen der BITV auf ihre vollständige Umsetzung hin getestet werden können. So gibt es schon viele Web-Sites im Internet, die zwar das WAI-A, AA oder AAA-Logo tragen, aber weder theoretisch noch praktisch die Zugänglichkeit gewährleisten. Solange es diesbezüglich aber Unsicherheiten gibt, sind die Checkpunkte der WCAGs wieder Auslegungssache und es werden sich die leichten und schnell umzusetzenden Punkte rausgesucht und umgesetzt.

Die Prinzipien der Barrierefreiheit und mögliche Hindernisse, auf die Nutzer im Internet treffen können, müssen zuerst verstanden werden und wenn das Gespür dafür entwickelt ist, können die meisten Punkten mit Sach- und Menschenverstand umgesetzt werden. Barrierefreie Web-Auftritte benötigen in der Erstellung erst einmal mehr Aufwand als "herkömmliche", wobei die meisten "zusätzlichen" Implementierungen zum einen eine Investition in die Zukunft bedeuten und zum anderen dazu beitragen, dass die Web-Sites z.B. durch Suchmaschinen besser gefunden werden können.

Die im letzten Rangschema rot markierten Problemfelder werden im folgenden Kapitel näher erläutert. Auf die jeweiligen weiteren rollenspezifischen Qualifikationen, die Grundvoraussetzungen für das Erstellen barrierefreier Web-Auftritte sind, wird im übernächsten Kapitel eingegangen.

Über das CSS-Design

Lesen Sie, [intern] warum ich mich an die Standards halte und warum das Layout mit [intern] Cascading Style Sheets statt Tabellen oder Frames gestaltet wurde. Sollten Sie Probleme mit dem Layout haben, so finden Sie in der [intern] Liste standardkonformer Browser Links zu entsprechenden Download-Seiten.

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