Für die Gestaltung barrierefreier Web-Sites und deren technischer Umsetzung stehen einige Richtlinien und Vorschläge zur Verfügung, wie z.B. die Web Content Accessibility Guidelines (WCAG, [
34,
25,
26]) und deren Unterdokumente oder die Anlage der BITV [
20], die aus den Richtlinien des W3C abgeleitet wurde. Die hundertprozentige Umsetzung der Richtlinien als auch deren Evaluation ist momentan aber noch sehr schwierig und aufwendig, praktische Zugänglichkeit jedoch trotzdem erreichbar.
Es fehlt zum einen an Institutionen zur Überwachung und Prüfung der Barrierefreiheit, zum anderen an der Rechtssicherheit bzw. Verbindlichkeit der Spezifikationen und Richtlinien und außerdem an Fachkräften zur Entwicklung automatisierter Testverfahren und der manuellen, inhaltlichen Evaluation. Beide Arten von Testverfahren müssen zum Einsatz kommen, da die automatisierten, technischen Tests nur wirklich "schlimme" Fehler, wie eine Art Rechtschreibprüfung, erkennen können, die Logik der Navigation oder die sprachliche Umsetzung der Informationen können aber nur von einem Menschen überprüft werden. Für rein automatisierte Testverfahren ist das Thema Zugänglichkeit und Barrierefreiheit zu komplex, aber je größer die Sensibilisierung für das Problem wird, desto geringer wird der Aufwand für manuelle Tests werden.
Einrichtungen wie die untersuchte Mailing-Liste und Initiativen wie das AbI-Projekt oder der BIENE-Award (Barrierefreies Internet Eröffnet Neue Einblicke) tragen durch Diskussionen und Veranstaltungen zum Lösen vorhandener Probleme, zum Finden praxistauglicher Umsetzungen und zum Bilden des öffentlichen Bewusstseins für dieses Thema bei.
Die Forderungen nach barrierefreier Web-Sites und auch Software-Produkten wird in der Zukunft größer werden und das auch aufgrund der Bestimmungen des Gesetzgebers in Deutschland und den Staaten der europäischen Gemeinschaft. Aus diesem Grund kann es für angehende und bereits praktizierende Web-Entwickler und Agenturen nur von Vorteil sein, wenn sie sich mit der Problematik auseinandersetzen und sich nicht davon abschrecken lassen, dass noch nicht alle Vorgaben und Punkte der bestehenden Richtlinien vollständig umgesetzt werden können. Mit Sachverstand, gut durchdachten Realisierungen und mit Hilfe von Organisationen und Mailing-Listen-Teilnehmern zum Testen der praktischen Zugänglichkeit können viele Barrieren für bestimmte Internetnutzer umgangen werden. Damit werden auch gleichzeitig die Vorteile der Barrierefreiheit wie z.B. die bessere Auffindbarkeit durch Suchmaschinen genutzt.
In Zukunft werden die Themen Usability und Accessibility hoffentlich noch mehr in den Blickwinkel von Entwicklern und Herstellern von Software, Hilfsmitteln und Web-Sites rücken, zum Qualitätsmerkmal werden und damit mehr Kunden und Anwender erreichen und deren Arbeit mit den Produkten erleichtern.
Lesen Sie,
warum ich mich an die Standards halte und warum das Layout mit
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