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Erfolgskriterien der Web Content Accessibility Guidelines (WCAG) 2.0

Erfolgskriterien

Auf dieser Seite können Sie die Erfolgskriterien der Web Content Accessibility Guidelines (WCAG) 2.0 einzeln nachschlagen. Zu jedem Erfolgskriterium sind Hinweise und Links zu weiteren Ressourcen aufgeführt.

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1.1.1 Nicht-Text-Inhalt

Prinzip

Prinzip 1: Wahrnehmbar — Informationen und Bestandteile der Benutzerschnittstelle müssen den Benutzern so präsentiert werden, dass diese sie wahrnehmen können.

Richtlinie

Richtlinie 1.1 Textalternativen: Stellen Sie Textalternativen für alle Nicht-Text-Inhalte zur Verfügung, so dass diese in andere vom Benutzer benötigte Formen geändert werden können, wie zum Beispiel Großschrift, Braille, Symbole oder einfachere Sprache.

Erfolgskriterium

1.1.1 Nicht-Text-Inhalt: Alle Nicht-Text-Inhalte, die dem Benutzer präsentiert werden, haben eine Textalternative, die einem äquivalenten Zweck dient, mit Ausnahme der unten aufgelisteten Situationen. (Stufe A)

  • Steuerelemente, Eingabe:Wenn es sich bei dem Nicht-Text-Inhalt um ein Steuerelement handelt oder Eingaben durch den Benutzer akzeptiert, dann hat dieser einen Namen, der seinen Zweck beschreibt. (Beachten Sie Intern: Richtlinie 4.1.2 für zusätzliche Anforderungen an Steuerelemente und Inhalte, die Eingaben durch den Benutzer akzeptieren.)
  • Zeitbasierte Medien:Wenn es sich bei den Nicht-Text-Inhalten um zeitbasierte Medien handelt, dann stellen Textalternativen zumindest eine deskriptive Identifizierung des Nicht-Text-Inhalts bereit. (Beachten Sie Intern: Richtlinie 1.2 für zusätzliche Anforderungen an Medien.)
  • Test:Wenn es sich bei dem Nicht-Text-Inhalt um einen Test oder eine Übung handelt, die nichtig wäre, wenn sie als Text dargestellt würde, dann stellen Textalternativen zumindest eine deskriptive Identifizierung des Nicht-Text-Inhalts bereit.
  • Sensorisch:Wenn Nicht-Text-Inhalt hauptsächlich dafür gedacht ist, eine bestimmte Sinneserfahrung zu schaffen, dann stellen Textalternativen zumindest eine deskriptive Identifizierung des Nicht-Text-Inhalts bereit.
  • CAPTCHA:Wenn der Zweck des Nicht-Text-Inhalts der ist zu bestätigen, dass eine Person und nicht ein Computer auf den Inhalt zugreift, dann werden Textalternativen bereitgestellt, die den Zweck des Nicht-Text-Inhalts identifizieren. Außerdem werden alternative Formen von CAPTCHAs bereitgestellt, die Ausgabeformen für verschiedene Arten der sensorischen Wahrnehmung nutzen, um verschiedenen Behinderungen Rechnung zu tragen.
  • Dekoration, Formatierung, unsichtbar:Wenn der Nicht-Text-Inhalt reine Dekoration ist, nur für visuelle Formatierung benutzt wird oder dem Benutzer gar nicht präsentiert wird, dann wird der Inhalt so implementiert, dass er von assistierender Technik ignoriert werden kann.
Redaktionelle Hinweise
  • Für Steuerelemente muss insbesondere Intern: Erfolgskriterium 4.1.2 herangezogen werden. Wenn Steuerelemente mit Grafiken gestaltet werden, dann funktioniert ein Alternativtext auch wie ein Name.
  • Für Multimedia gelten insbesondere die Erfolgskriterien aus Richtlinie 1.2. Nach 1.1.1 muss die Multimedia identifiziert werden.
  • Wenn in Adobe Flash Animationen geboten werden, dann sollten die Extern, englischsprachig: Hinweise von Adobe zur Behandlung von Animationen beachtet werden.
  • In Flash müssen Grafiken zuerst in der Symbole-Bibliothek (CS6) abgelegt werden, bevor sie einen Alternativtext erhalten können. Adobe bietet außerdem eine Extern, englischsprachig: Liste aller Inhaltstypen, die in Flash einen Alternativtext erhalten können. Wenn Alternativtexte in Adobe Flash mit ActionScript zugewiesen werden, muss im Übrigen die Barrierefreiheit für jedes einzelne Element einmal aktiviert werden.
Weiterführende Links