Die vier Prinzipien der Web Content Accessibility Guidelines 2.0

Im Folgenden werden die vier Prinzipien der [extern, deutsch] Richtlinien für barrierefreie Webinhalte 2.0 (WCAG2) vom 11. Dezember 2008 dargestellt.

Die vier Prinzipien

Bereits 1999 hat das World Wide Web Consortium (W3C) Richtlinien zur Gestaltung von zugänglichen und nutzbaren Webauftritten veröffentlicht, die Mitte 2002 in der [intern] Barrierefreien Informationstechnik-Verordnung (BITV) als verbindliche Regelung für die deutsche Bundesverwaltung übernommen wurden.

Mit der WCAG20 wird angestrebt, die Prinzipien der Barrierefreiheit unabhängig von heutigen und zukünftigen Techniken zu formulieren. D.h. nicht, dass die bisherigen Richtlinien verworfen werden, im Gegenteil: sie werden vorausgesetzt, indem fast alle bisherigen Kriterien in den WCAG20 aufgenommen und einer der nachfolgenden vier Prinzipien zugeordnet wurden:

Der Unterschied liegt in der Formulierung der Checkpunkte: sie sind jetzt auf der einen Seite allgemeiner formuliert, so dass sie sich auch auf beliebige Techniken anwenden lassen, und auf der anderen Seite wird auf die Verständlichkeit und auch Übersetzbarkeit in andere Sprachen sehr geachtet. Insgesamt haben sich die Anforderungen an die Barrierefreiheit ausgeweitet und umfassen mehr Aspekte der Interaktion als in der Version aus 1999. Außerdem wurde die technische Überprüfbarkeit der Richtlinien stärker gewichtet.

Die nachfolgend aufgeführten Prinzipien sind der deutschen Fassung der WCAG20, den [extern, deutsch] Richtlinien für barrierefreie Webinhalte, entnommen. Für eine schnellere Orientierung finden Sie eine Übersicht mit Filterfunktion auf [extern, deutsch] http://2bweb.de/wcag20.

Prinzip 1: wahrnehmbar

Informationen und Bestandteile der Benutzerschnittstelle müssen den Benutzern so präsentiert werden, dass diese sie wahrnehmen können.

Das Prinzip "wahrnehmbar" umfasst folgende einzelne Richtlinien:

  1. Stellen Sie Textalternativen für alle Nicht-Text-Inhalte zur Verfügung, so dass diese in andere vom Benutzer benötigte Formen geändert werden können, wie zum Beispiel Großschrift, Braille, Symbole oder einfachere Sprache.
  2. Stellen Sie Alternativen für zeitbasierte Medien zur Verfügung.
  3. Erstellen Sie Inhalte, die auf verschiedene Arten dargestellt werden können (z. B. einfacheres Layout), ohne dass Informationen oder Struktur verloren gehen.
  4. Machen Sie es Benutzern leichter, Inhalt zu sehen und zu hören einschließlich der Trennung von Vorder- und Hintergrund.

Prinzip 2: bedienbar

Bestandteile der Benutzerschnittstelle und Navigation müssen bedienbar sein.

Das Prinzip "bedienbar" umfasst folgende einzelne Richtlinien:

  1. Sorgen Sie dafür, dass alle Funktionalitäten per Tastatur zugänglich sind.
  2. Geben Sie den Benutzern ausreichend Zeit, Inhalte zu lesen und zu benutzen.
  3. Gestalten Sie Inhalte nicht auf Arten, von denen bekannt ist, dass sie zu Anfällen führen.
  4. Stellen Sie Mittel zur Verfügung, um Benutzer dabei zu unterstützen zu navigieren, Inhalte zu finden und zu bestimmen, wo sie sich befinden.

Prinzip 3: verständlich

Informationen und Bedienung der Benutzerschnittstelle müssen verständlich sein.

Das Prinzip "verständlich" umfasst folgende einzelne Richtlinien:

  1. Machen Sie Inhalt lesbar und verständlich.
  2. Sorgen Sie dafür, dass Webseiten vorhersehbar aussehen und funktionieren.
  3. Helfen Sie den Benutzern dabei, Fehler zu vermeiden und zu korrigieren.

Prinzip 4: robust

Inhalte müssen robust genug sein, damit sie zuverlässig von einer großen Auswahl an Benutzeragenten einschließlich assistierender Techniken interpretiert werden können.

Das Prinzip "robust" umfasst eine Richtlinie:

  1. Maximieren Sie die Kompatibilität mit aktuellen und zukünftigen Benutzeragenten, einschließlich assistierender Techniken.

Weiterführende Informationen:

Über das CSS-Design

Lesen Sie, [intern] warum ich mich an die Standards halte und warum das Layout mit [intern] Cascading Style Sheets statt Tabellen oder Frames gestaltet wurde. Sollten Sie Probleme mit dem Layout haben, so finden Sie in der [intern] Liste standardkonformer Browser Links zu entsprechenden Download-Seiten.

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