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Konformität nach den Web Content Accessibility Guidelines 2.0

Konformitätserklärung nach WCAG 2.0

Eine Konformitätserklärung ist eine schriftliche Bewertung, die aussagt, ob eine Webseite den gestellten Anforderungen genügt. Grundsätzlich ist der Gegenstand einer Konformitätserklärung nicht festgelegt. Bezogen auf ein Webauftritt kann sie sich auf die Qualität der Webseiten selbst oder die Arbeitsprozesse, die Qualifikation von Mitarbeitern und/oder Software u.a.m. beziehen. Die Konformitätserklärung sollte auf der Basis festgelegter Normen vorgenommen werden.

Zu den Qualitätsmerkmalen einer Webseite gehört auch die Barrierefreiheit. Sie wird insbesondere in den Intern: Erfolgskriterien der Web Content Accessibility Guidelines (WCAG) 2.0 resp. ISO/IEC 40500 festgelegt. Eine Konformitätserklärung gibt Auskunft darüber, inwieweit eine Webseite die gestellten Anforderungen erfüllt und wird üblicherweise vom Anbieter, von einem Dienstleister oder von einem Zertifizierer erstellt. Eine Konformitätserklärung unterliegt auch weiteren Intern: Konformitätsbedingungen der WCAG 2.0 und wird beispielsweise verbindlich aussagen, ob die Webseiten Konformitätsstufe A, Konformitätsstufe AA oder gar Konformitätsstufe AAA erreichen.

Für die Konformitätserklärung geben die WCAG 2.0 nur wenige Eckdaten für eine Konformitätserklärung vor. Die Eckdaten beziehen sich allesamt auf die Webseiten als Ergebnis und nicht auf die Qualität von Prozessen und Ressourcen:

  1. Die Konformitätserklärung muss ein Datum aufweisen. Das Datum kann zum Ausdruck bringen, seit wann die Inhalte auf Konformität zur WCAG 2.0 qualitätsgesichert werden oder wann eine solche Überprüfung zuletzt vorgenommen wurde.
  2. Die zugrunde gelegte Norm muss benannt werden. Es gehört bei einer Konformitätserklärung selbstverständlich dazu, die angewandte Richtlinie unter Angabe einer URI zu benennen. Dies kann die WCAG 2.0 selbst oder die gleichlautende ISO/IEC 40500 sein.
  3. Die erreichte Konformitätsstufe muss angegeben werden. Obwohl die meisten Standards nur eine Konformitätsstufe haben, so weisen die WCAG 2.0 drei Konformitätsstufen A, AA und AAA auf und deswegen muss eine Konformität zur WCAG 2.0 die erreichte Konformitätsstufe explizit angeben. Wenn Erfolgskriterien, die über die Anforderungen einer Konformitätsstufe hinausgehen, ebenfalls erfüllt wurden, dann sollten diese zusätzlich benannt werden.
  4. Die Webseiten, auf die sich eine Konformitätserklärung bezieht, müssen angegeben werden. Grundsätzlich kann Konformität nur für einzelne Webseiten erklärt werden. Wenn die Konformitätserklärung auf mehrere Webseiten, bestimmte Subdomains eines Webauftritts oder einen ganzen Webauftritt angewandt werden kann, dann sollten die einzelnen URIs oder die Bereiche des Webauftritts aufgelistet werden.
  5. Zu der Konformitätserklärung gehört auch die Angabe, welche Technologien im Browser unterstützt bzw. eingeschaltet sein müssen, um die Webseiten barrierefrei nutzen zu können. Dabei geht es darum, ob JavaScript, Flash u.ä. vorausgesetzt werden und nicht darum, ob eine bestimmte Browserversion oder Screenreaderversion benötigt wird. Gleichwohl können die Testwerkzeuge einschließlich Browser und Hilfsmittel, die für die Nutzbarkeit der Webseite eingesetzt wurden, ergänzend aufgelistet werden.

Es gibt viele Gestaltungsmöglichkeiten für eine Konformitätserklärung. In den unterstützenden Dokumenten zur WCAG 2.0 werden Extern, englischsprachig: einige Beispiele aufgeführt. Im Vordergrund sollten die verwendeten Techniken stehen und nicht der Umgang mit einer Zugangssoftware. Im Fokus steht nicht, wie z.B. blinde Nutzer ihre Hilfsmittel bedienen sollen, sondern wie Sie als Webanbieter gewährleisten, dass das Hilfsmittel adäquat eingesetzt werden kann.