Barrierefreies Webdesign ein zugängliches und nutzbares Internet gestalten

Richtlinien für barrierefreies Webdesign

Weil technische Spezifikationen wie HTML die Barrierefreiheit nicht "out of the box" garantieren, gibt es zusätzliche Webstandards des W3C zur Erstellung und Aufbereitung von Webinhalten in einer möglichst zugänglichen Form. Diese Richtlinien bilden ein Trio:

Auch wenn die anderen beiden Richtlinien ebenso wichtig sind, sind für die Webentwicklung meist die Web Content Accessibility Guidelines (WCAG) bedeutsam. Letztlich beruht das barrierefreie Webdesign auf diesen Richtlinien. Die Richtlinien sind ein technikneutraler Webstandard für die Webentwicklung, deren Einhaltung allen Nutzern ermöglichen soll, auf Webseiten zuzugreifen und sie zu nutzen.

Die WCAG 2.0 sind auch Grundlage für die Gesetzgebung, z.B. auch in Deutschland. Während das Intern: Behindertengleichstellungsgesetz die gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderungen zum Ziel hat, werden in einzelnen Verordnungen detailliertere Regelungen formuliert, so auch in der Intern: Barrierefreien Informationstechnik-Verordnung – BITV 2.0. Anlage 1 der BITV 2.0 enthält eine Übersetzung der Intern: Erfolgskriterien der WCAG 2.0 als rechtlich verbindliche Anforderung an Websites der Bundesverwaltung.

Leider sind die Anforderungen an barrierefreies Webdesign nicht überall gleich. Das gilt nicht nur für Deutschland, wo Bund und Länder unterschiedliche Regelungen haben, sondern auch in anderen Mitgliedsstaaten der Europäischen Union. Deshalb hat die Europäische Kommission die Intern: Richtlinie 2102 verabschiedet, wonach alle öffentlichen Stellen in Europa zur Einhaltung der WCAG 2.0 ab Ende 2018 verpflichtet werden.