
Barrierefreies Webdesign ein zugängliches und nutzbares Internet gestalten
Weil serverseitige Image-Maps nicht barrierefrei umgesetzt werden können, muss diese Technik heute als veraltet angesehen werden. Zudem werden die Anwendungen, die "früher" als serverseitige Image-Map erstellt wurden, heute mit HTML5, Flash und JavaScript erzeugt.
Für serverseitige Image-Maps ist eine Kommunikation zwischen Browser und Server erforderlich. Abgesehen davon, dass die Bedienung in einer lokalen Umgebung nicht funktioniert (z.B. beim Herunterladen der Seite), weisen serverseitige Image-Maps auch aus Sicht der Barrierefreiheit
erhebliche Nachteile auf:
Image-Maps können nur barrierefrei werden, wenn sie clientseitig sind.
Weil die serverseitigen Probleme bei clientseitigen Image-Maps gar nicht erst auftreten, wird in dem
Anforderungen zur Barrierefreiheit der Verzicht auf serverseitige Image-Maps gefordert. Trotzdem können clientseitige Image-Maps nicht a priori als barrierefrei oder praktikabel bezeichnet werden. Folgende Merkmale führen auch bei clientseitigen Image-Maps zu Problemen in der Zugänglichkeit oder können grundsätzlich nicht mit einer clientseitigen Image-Maps realisiert werden:
Große Datendichte: Mit dem shape-Attribut können zwar zum Beispiel geometrische Bereiche innerhalb einer Image-Map (rechteckig, rund oder als Polygon) definiert werden. Je nach Dichte der Informationen (zum Beispiel Daten in gerenderten Straßenkarten) können diese aber nicht mehr zugänglich in einer clientseitigen Image-Maps umgesetzt werden. Deshalb schränkt Bedingung 9.1 ihre Forderung nach clientseitigen Image-Maps auch durch den Hinweis "es sei denn, die Regionen können mit den verfügbaren geometrischen Formen nicht definiert werden" ein.
Die Daten der Karte [generiert mit OpenStreetmap] könnten in ihrer kompletten Dichte mit einer clientseitigen Image-Map nicht zugänglich gemacht werden.
Alte Hilfsmittel: Alte Screenreader konnten clientseitige Image-Maps nicht erfassen. Das bedeutete, die einzelnen Links innerhalb clientseitiger Image-Maps nicht ausgelesen wurden. Die heutigen Hilfsmittel blinder Nutzer haben damit keine Schwierigkeiten mehr und behandeln die aktiven Bereiche genauso wie Links.
Im Browser deaktivierte Grafiken: Alternativtexte der einzelnen area-Attribute können nicht angezeigt werden, wenn der Besucher die Darstellung von Bildern ausgeschaltet hat. Für Nutzer mit ausgeschalteten Grafiken ist es also erforderlich, einen alternativen Zugang zur Image-Map anzubieten.
Bei ausgeschalteten Grafiken können die verlinkten Bereiche der Image-Map nicht mehr erkannt werden.
Doe folgenden Seiten beschreiben Techniken, die die Barrierefreiheit von Image-Maps fördern.
Der folgende Begriff auf dieser Seite wird im Glossar definiert:
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