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Barrierefreies Webdesign ein zugängliches und nutzbares Internet gestalten

Image-Maps und Barrierefreiheit veröffentlicht in 2007

Clientseitige statt serverseitige Image-Maps

Weil serverseitige Image-Maps nicht barrierefrei umgesetzt werden können, muss diese Technik heute als veraltet angesehen werden. Zudem werden die Anwendungen, die "früher" als serverseitige Image-Map erstellt wurden, heute mit HTML5, Flash und JavaScript erzeugt.

Für serverseitige Image-Maps ist eine Kommunikation zwischen Browser und Server erforderlich. Abgesehen davon, dass die Bedienung in einer lokalen Umgebung nicht funktioniert (z.B. beim Herunterladen der Seite), weisen serverseitige Image-Maps auch aus Sicht der Barrierefreiheit Intern: erhebliche Nachteile auf:

Image-Maps können nur barrierefrei werden, wenn sie clientseitig sind.

Clientseitige Image-Maps

Weil die serverseitigen Probleme bei clientseitigen Image-Maps gar nicht erst auftreten, wird in dem Intern: Anforderungen zur Barrierefreiheit der Verzicht auf serverseitige Image-Maps gefordert. Trotzdem können clientseitige Image-Maps nicht a priori als barrierefrei oder praktikabel bezeichnet werden. Folgende Merkmale führen auch bei clientseitigen Image-Maps zu Problemen in der Zugänglichkeit oder können grundsätzlich nicht mit einer clientseitigen Image-Maps realisiert werden:

  1. Große Datendichte: Mit dem shape-Attribut können zwar zum Beispiel geometrische Bereiche innerhalb einer Image-Map (rechteckig, rund oder als Polygon) definiert werden. Je nach Dichte der Informationen (zum Beispiel Daten in gerenderten Straßenkarten) können diese aber nicht mehr zugänglich in einer clientseitigen Image-Maps umgesetzt werden. Deshalb schränkt Bedingung 9.1 ihre Forderung nach clientseitigen Image-Maps auch durch den Hinweis "es sei denn, die Regionen können mit den verfügbaren geometrischen Formen nicht definiert werden" ein.

    Ausschnitt einer online generierten Karte, mit Markierung der Adresse Kirchstr. 16 in Dortmund. Die Daten der Karte [generiert mit OpenStreetmap] könnten in ihrer kompletten Dichte mit einer clientseitigen Image-Map nicht zugänglich gemacht werden.

  2. Alte Hilfsmittel: Alte Screenreader konnten clientseitige Image-Maps nicht erfassen. Das bedeutete, die einzelnen Links innerhalb clientseitiger Image-Maps nicht ausgelesen wurden. Die heutigen Hilfsmittel blinder Nutzer haben damit keine Schwierigkeiten mehr und behandeln die aktiven Bereiche genauso wie Links.

  3. Im Browser deaktivierte Grafiken: Alternativtexte der einzelnen area-Attribute können nicht angezeigt werden, wenn der Besucher die Darstellung von Bildern ausgeschaltet hat. Für Nutzer mit ausgeschalteten Grafiken ist es also erforderlich, einen alternativen Zugang zur Image-Map anzubieten.

    Zwei Bildschirmfotos: Eine Image-Map und die gleiche Darstellung bei ausgeschalteten Grafiken Bei ausgeschalteten Grafiken können die verlinkten Bereiche der Image-Map nicht mehr erkannt werden.

Doe folgenden Seiten beschreiben Techniken, die die Barrierefreiheit von Image-Maps fördern.

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© Jan Eric Hellbusch (2001-2012)