
Barrierefreies Webdesign ein zugängliches und nutzbares Internet gestalten
HTML ist eine Auszeichnungssprache und muss von jedem professionellen Webentwickler beherrscht werden. Ein standardkonformes HTML-Grundgerüst erleichtert Software wie Browsern und Hilfsmitteln behinderter Nutzer die korrekte Aufbereitung einer Webseite. Bei der Barrierefreiheit geht es vor allem um ein strukturiertes und linearisierbares HTML-Grundgerüst. Erst wenn ein Dokument mit einer Auszeichnungssprache semantisch aufbereitet wird, lassen sich weitere Prinzipien von Webstandards, etwa die Trennung von Inhalt und Layout, effizient umsetzen.
Die Gegenüberstellung des gleichen Inhalts mit und ohne CSS verdeutlicht a) auf der Strukturebene ohne Layout muss der Inhalt immer nachvollziehbar bleiben und b) mit Layout kann strukturierter Inhalt beliebig am Bildschirm angeordnet werden.
Diese Seite bietet einen knappen Überblick über verfügbare Layout-Techniken. HTML bietet drei grundlegende Layouttechniken:
Layout-Tabellen und
Frames.Diese Möglichkeiten lassen sich beliebig miteinander kombinieren und mit weiteren Techniken wie Flash und JavaScript verbinden.
Standardkonformität setzt u.a. die Trennung von Inhalt und Layout voraus, d.h. alle Aspekte von Layout und Formatierung sind über CSS vorzunehmen; damit wird die Darstellung von Webseiten auf diverse Endgeräte erst möglich.
Tabellen und Frames sind ungeeignet für eine barrierefreie Webgestaltung, weil sie die visuelle Anordnung am Bildschirm vorgeben. Bevor ein CSS-Design umgesetzt werden kann, muss die Linearisierbarkeit und Strukturierung der Inhalte im HTML vorgenommen werden.
Eine weitere Voraussetzung für Barrierefreiheit ist die Berücksichtigung der Prinzipien des Progressive Enhancement, d.h. Inhalte müssen immer genutzt werden können, auch wenn ergänzende Techniken wie Bilder oder JavaScript im Browser des Nutzers nicht unterstützt werden oder abgeschaltet sind. Progressive Enhancement besagt, dass HTML stets die Grundtechnik für alle Informationen und Funktionen ist und alle weiteren Techniken, seien es CSS oder JavaScript, aber auch der Einsatz von Grafiken und anderen Objekten als optional zu betrachten sind.
Die folgende Liste fasst die Inhalte der Beiträge im Bereich "HTML und CSS" zusammen.
Die sehr kurze Geschichte von WebstandardsAllgemein gilt: Egal, ob HTML 4.01 oder XHTML 1.0, für die barrierefreie Entwicklung ist ein standardkonformer Code die Grundvoraussetzung für größtmögliche Kompatibilität mit Browsern und Hilfsmitteln.
Webstandards des W3CDiese Seiten bieten einen kleinen Überblick der wichtigsten HTML-Techniken und deren Einsatzmöglichkeiten im Kontext barrierefreier Webentwicklung. Unabhängig von möglichen Techniken gilt: alle Inhalte müssen im Rahmen barrierefreier Entwicklung per HTML nutzbar sein.
Die Unterschiede zwischen XHTML und HTMLAus Kompatibilitätsgründen mit weiteren W3C-Standards, empfiehlt das World Wide Web Consortium die Arbeit mit XHTML. Für die Barrierefreiheit ist allerdings die Wahl der HTML/XHTML-Spezifikation grundsätzlich unerheblich.
Layout-Tabellen sind wie Briefe in ExcelLayout-Tabellen sind in der Webentwicklung immer noch weit verbreitet. Die Ursache ist historisch bedingt und fehlende Aktualisierung in Ausbildung und Literatur steht einer Verbreitung moderner Webstandards oft im Wege. Moderne Webstandards setzen insbesondere im Rahmen barrierefreier Webentwicklung eine Trennung von Layout und Inhalt voraus.
Tabellen dienen in erster Linie der Darstellung tabellarischer Inhalte beziehungsweise Daten. Um tabellarische Daten barrierefrei präsentieren zu können, müssen sie sogar mit Hilfe der zugehörigen tabellarischen HTML-Elemente entsprechend ausgezeichnet werden. Tabellen zu Layoutzwecken einzusetzen, führt hingegen immer zu einer Einschränkung der Barrierefreiheit. Zwar sind Layout-Tabellen nicht grundsätzlich verboten, es müssen jedoch wichtige Aspekte berücksichtigt werden, um die Einschränkungen der Nutzbarkeit durch Layout-Tabellen möglichst gering zu halten.
Der barrierefreie Einsatz von FramesModerne Screenreader können Frames verarbeiten. Der Grad der Barrierefreiheit ist jedoch abhängig von Umsetzung der Frames selber und vom Inhalt, der über die Frames eingebunden wird.
Bei Neuentwicklungen sollte auf den Einsatz von Frames zugunsten technisch robuster und eleganterer Lösungen verzichtet werden.
Bestehende Frame-Architekturen müssen im Rahmen barrierefreier Webentwicklung überprüft und gegebenenfalls überarbeitet werden.
Das i-Tüpfelchen der BarrierefreiheitDieser Artikel stellt einige Validatoren und Prüfwerkzeuge vor. Obwohl die Validierung keine Anforderung der Barrierefreiheit ist, so können mit validen HTML-Dokumenten Probleme der Kompatibilität und technischen Zugänglichkeit vermieden werden.
Die Spezifikation für HTML beschreibt auch die Semantik; der richtige Einsatz von HTML-Elementen ist im Gegensatz zur Validität ein wichtiger Aspekt der Barrierefreiheit. Da die Semantik oft kontextabhängig ist, muss sie in Abhängigkeit einzelner Inhalte geprüft werden.
Gültige HTML-ElementeMit standardkonformem HTML können Seiten nicht nur validiert werden, sondern die Seiten erhalten Struktur und Semantik nach der HTML-Spezifikation. HTML ist zunächst eine Sprache zur Strukturierung von Inhalten und einige der Elemente (Tags) sind eigens zur Erhöhung der Barrierefreiheit eingeführt worden.
Gültige HTML-AttributeDer korrekte Einsatz von HTML-Attributen kann die Barrierefreiheit von Webinhalten fördern. Gleichzeitig gibt es zahlreiche Attribute, die aus verschiedenen Gründen nicht eingesetzt werden sollten.
Die folgenden Begriffe dieser Seite werden auch im Glossar definiert:
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