
Barrierefreies Webdesign ein zugängliches und nutzbares Internet gestalten
Sonderheft Barrierefreiheit im Internet der Zeitschrift "Information - Wissenschaft & Praxis", 56. Jahrgang, H. 8/2005, Wiesbaden: Dinges & Frick (ISSN 1434-4653).Diese Seite steht auch als Audio-Inhalt zur verfügung:
Barrierefreies Webdesign bedeutet, dass jeder die Inhalte eines Webauftrittes nutzen kann. Wer sich die Barrierefreiheit zum Ziel setzt, darf weder Nutzergruppen noch Techniken einschränken. Insbesondere ist die Zugänglichkeit auch auf Techniken wie PDF anzuwenden.
Seit dem in Kraft treten der Barrierefreien Informationstechnik-Verordnung (BITV) liegt der Fokus der barrierefreien Informationstechnik auf (X)HTML, CSS und JavaScript. Etwas stiefmütterlich werden andere Webtechniken wie PDF behandelt, auch wenn es durchaus Möglichkeiten der barrierefreien Gestaltung gibt. Hierfür gibt es mindestens drei Gründe:
Die Bereitstellung von PDF-Dokumenten im Web ist entgegen landläufiger Meinung kein Verstoß gegen die BITV. Vielmehr wird in der Bedingung 11.1 der BITV auf die Angemessenheit eines Formats (z.B. PDF) abgehoben (vgl. [2]).
Etwas kritischer ist die Kompatibilität von Screenreadern mit PDF zu sehen. Nach Bedingung 8.1 der BITV dürfen Techniken nur dann eingesetzt werden, wenn sie direkt zugänglich oder mit Hilfsmitteln (wie z.B. Screenreadern) kompatibel sind.
Bei der Barrierefreiheit von PDF muss mit Abstrichen gerechnet werden, wenn sie an den Möglichkeiten mit (X)HTML gemessen wird. Dies lag bis Ende 2004, als der Adobe Reader 7 erschien, zwar auch an den PDF-Anzeigeprogrammen, aber bis heute liegt die Kompatibilität von Screenreadern mit dem Adobe Reader weit hinter anderen Desktop-Anwendungen zurück.(vgl. auch [5]).
Der Beitrag "Gestaltung barrierefreier PDF" besteht aus folgenden einzelnen Dokumenten:
Zugänglichkeit von PDF
Implikationen für den Arbeitsprozess
Ausblick
über diesen Webauftritt
Glossar
Suchfunktion
Gesamtübersicht