
Barrierefreies Webdesign ein zugängliches und nutzbares Internet gestalten
Die Anforderungen des barrierefreien Webdesigns werden in den
Web Content Accessibility Guidelines(WCAG) 2.0 des W3C aus dem Jahr 2008 formuliert. Die Richtlinien der Vorgängerversion aus dem Jahr 1999 wurden größtenteils übernommen, aber in der Version 2.0 sind viele Kriterien genauer formuliert. Die Anforderungen der WCAG 2.0 sind sehr umfangreich geworden und werden durch hunderte nicht-normative Techniken ergänzt.
Barrierefreie Seiten "auf Knopfdruck" sind nicht möglich, denn Barrierefreiheit zeichnet sich unter anderem durch verständliche Inhalte und semantisches HTML aus. Beides lässt sich nicht automatisieren, da diese Aspekte in hohem Maße kontextabhängig sind und eine qualifizierte Beurteilung durch Menschen erfordern. Dennoch: Die WCAG 2.0 enthalten ausschließlich Kriterien, die technisch prüfbar sind.
Was für alle Qualitätsprozesse gilt, gilt selbstverständlich auch für die Umsetzung barrierefreier Webinhalte: Je früher Fehler vermieden werden, desto eher werden die gesteckten Qualitätsziele erreicht. Fallstricke müssen frühzeitig beseitigt werden; besonders wichtig ist die Kommunikation über Zielsetzungen zwischen Projektleitern, Konzeptern, Grafikdesignern, Technikern und Redakteuren.
Dabei geht es nicht nur um Nutzergruppen, die mit verschiedenen Ein- und Ausgabegeräten arbeiten: Redakteure müssen über geeignete Redaktionssysteme verfügen, JavaScript muss auf Basis des Document Object Model programmiert werden, Navigationskonzepte müssen schlüssig sein und Kontrastverhältnisse eingehalten werden, um einige wenige Beispiele zu nennen. Die Anforderungen der Barrierefreiheit sind heterogen und die Verantwortung tragen alle Beteiligten.
In dieser Einführung geht es um die "Basics": Es geht um Menschen mit Behinderungen und es geht um grundlegende Techniken.
Die folgende Liste fasst die Inhalte der Beiträge im Bereich "Einführung: Barrierefreiheit ist mehr als HTML und CSS" zusammen.
Was bedeutet Barrierefreiheit?Barrierefreiheit wird von autorisierten Stellen, wie der Web Accessibility Initiative (WAI) oder dem deutschen Behindertengleichstellungsgesetz eng mit den Anforderungen von Menschen mit Behinderung verknüpft. Entscheidend für das Verständnis ist es, die Perspektive des Menschen mit seiner spezifischen Behinderung einzunehmen
Computer und Behinderung?Der Computer ist nicht nur ein Arbeitsmittel, sondern auch ein Hilfsmittel für behinderte Personen. Mit einem Rechner, der ggf. nach den individuellen Bedürfnissen eingestellt oder konfiguriert ist, können viele Tätigkeiten des Alltags ohne fremde Hilfe bewältigt werden.
Gerade im Web müssen Webstandards eingehalten werden, damit auch Nutzer mit Behinderungen die Inhalte nutzen können. Die Richtlinien für barrierefreie Webinhalte beschreiben dabei die Anforderungen, mit denen diese Nutzergruppen konfrontiert werden. Wenn Webseiten diesen Anforderungen genügen, sollten die Inhalte barrierefrei sein.
Das Internet hören und fühlenKönnen blinde Nutzer ins Internet? Warum sollten blinde Nutzer surfen? Diese und vielen weiteren Fragen sind Gegenstand einer ausführlichen Arbeit zur Gratifikationsforschung. Es werden Probleme und Lösungswege besprochen. Während Screenreaderprofis auch mit einem nicht barrierefreien Web zurechtkommen, ist die Einhaltung der Richtlinien für den normalen Screenreadernutzer bedeutsam.
Barrierefreiheit im ÜberblickChecklisten können bei der Beurteilung der Barrierefreiheit helfen. Als Orientierung können die Sieben Säulen des barrierefreien Webdesigns gesehen werden:
Um eine möglichst große Nutzergruppe erreichen zu können sind jedoch detaillierte Überprüfungen und Praxistests notwendig.
Barrierefreies Design — eine Aufgabe für Web-ArchitektenDer Anforderungskatalog der Barrierefreien Informationstechnik-Verordnung (BITV) ist umfassend und auf zwei Prioritäten verteilt. Dieser Beitrag stellt eine Einführung in die BITV-Anforderungen dar und geht im Wesentlichen auf die Bedingungen der höheren Priorität ein.
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