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Erfolgskriterien und Konformitätsbedingungen der Web Content Accessibility Guidelines (WCAG) 2.1

Diese Seite bietet Links und Hinweise zu Erfolgskriterium 1.3.1 Info und Beziehungen aus den WCAG 2.1. Nach der BITV 2.0 beziehungsweise EN 301549 müssen Webseiten, Nicht-Web-Dokumente und Software diesem Erfolgskriterium genügen.

Hinweis: Noch gibt es keine deutsche Übersetzung der WCAG 2.1. Daher werden die Anforderungen, die bereits in den WCAG 2.0 gestellt waren, Extern: aus der deutschen Übersetzung der WCAG 2.0 übernommen. Neue Anforderungen, die erst in den WCAG 2.1 eingeführt wurden, stammen Extern, englischsprachig: aus den englischsprachigen WCAG 2.1.

Erfolgskriterium 1.3.1

Erfolgskriterium 1.3.1 Info und Beziehungen ist in den Web Content Accessibility Guidelines (WCAG) 2.1 wie folgt eingegliedert:

1. Wahrnehmbar

Informationen und Bestandteile der Benutzerschnittstelle müssen den Benutzern so präsentiert werden, dass diese sie wahrnehmen können.

Richtlinie 1.3 Anpassbar

Erstellen Sie Inhalte, die auf verschiedene Arten dargestellt werden können (z.B. einfacheres Layout), ohne dass Informationen oder Struktur verloren gehen.

Erfolgskriterium 1.3.1 Info und Beziehungen

(Stufe A)

Informationen, Struktur und Beziehungen, die über die Darstellung vermittelt werden, können durch Software bestimmt werden oder stehen in Textform zur Verfügung.

Englischsprachige Texte

1. Perceivable

Information and user interface components must be presentable to users in ways they can perceive.

Guideline 1.3 Adaptable

Create content that can be presented in different ways (for example simpler layout) without losing information or structure.

Extern, englischsprachig: understanding guideline 1.3

Success Criterion 1.3.1 Info and Relationships

(Level A)

Information, structure, and relationships conveyed through presentation can be programmatically determined or are available in text.

Extern, englischsprachig: understanding success criterion 1.3.1

3 Hinweise zu Erfolgskriterium 1.3.1

Zu Erfolgskriterium 1.3.1:

  • Dem Grunde nach muss HTML gemäß Spezifikation eingesetzt werden. Vor allem müssen die visuell vermittelten Strukturen semantisch korrekt im HTML-Code repräsentiert werden:

    • Visuell dargestellte Strukturen müssen in HTML und anderen Formaten auf der Strukturebene nachvollzogen werden können. Absätze (und andere Informationshappen) müssen mit <p>, Überschriften mit einer der sechs Überschriftenelemente, Listen mit einem geeigneten Listenelement und einfache und komplexe Datentabellen korrekt mit den dafür vorgesehenen Tabellenelementen ausgezeichnet werden. Diese vier Inhaltstypen sind die Wichtigsten, aber nicht die Einzigen. Die HTML-Elemente dürfen nicht missbraucht werden.
    • Die Anforderungen an Semantik gelten auch für Dokumente und Software mit eigener Benutzungsschnittstelle. Wenn eine Umgebung die erforderliche Semantik nicht bietet (zum Beispiel Java oder Flash), dann muss die Semantik in Textform vermittelt werden.
    • Informationen, die nur durch Formatierung (zum Beispiel Farbunterschied) vermittelt werden, müssen semantisch oder textlich vermittelt werden. Das gilt auch für Hervorhebungen (zum Beispiel aktiver Punkt in der Navigation). Wenn die Bedeutung einer visuellen Formatierung mit HTML nicht abgebildet werden kann, kommen bestimmte ARIA-Attribute in Frage.
    • Visuell erkennbare Beziehungen (zum Beispiel zwischen Überschriften oder in Listen) müssen semantisch nachvollzogen werden können (zum Beispiel mit einer entsprechenden Überschriftenhierarchie oder korrekter Verschachtelung von Listen).
  • Sichtbare Formularbeschriftungen müssen mit den dazugehörigen Steuerelementen mit <label> verknüpft werden.

  • Dieses Erfolgskriterium kann nicht automatisch getestet werden. Es stehen Werkzeuge zur Verfügung, um die Semantik im Code anzuzeigen einschließlich der Anzeige von Formatierungen, die eine bestimmte semantische Auszeichnung verlangen könnten, aber Software kann nicht bestimmen, ob visuelle Darstellung und Struktur im Code die Inhalte auf gleicher Weise vermitteln.

Zur Richtlinie 1.3:

Digitale Inhalte werden nicht immer bei Standardeinstellungen am Bildschirm betrachtet und müssen deshalb auch unter verschiedenen anderen Bedingungen anpassbar sein. Wenn die Inhalte mit einem Screenreader gelesen werden, dann kommt es vor allem darauf an, dass visuell erkennbare Strukturen, Eingabemöglichkeiten und Zusammenhänge linear nachvollzogen werden können. Wenn hingegen ein Nutzer die visuelle Darstellung ändert, dann müssen die Inhalte und deren Zusammenhänge in der veränderten visuellen Darstellung ebenfalls wahrgenommen werden können.

Liste aller Erfolgskriterien der WCAG 2.1

1. Wahrnehmbar

Informationen und Bestandteile der Benutzerschnittstelle müssen den Benutzern so präsentiert werden, dass diese sie wahrnehmen können.

Richtlinie 1.1 Textalternativen

Stellen Sie Textalternativen für alle Nicht-Text-Inhalte zur Verfügung, so dass diese in andere vom Benutzer benötigte Formen geändert werden können, wie zum Beispiel Großschrift, Braille, Symbole oder einfachere Sprache.

Richtlinie 1.2 Zeitbasierte Medien

Stellen Sie Alternativen für zeitbasierte Medien zur Verfügung.

Richtlinie 1.3 Anpassbar

Erstellen Sie Inhalte, die auf verschiedene Arten dargestellt werden können (z.B. einfacheres Layout), ohne dass Informationen oder Struktur verloren gehen.

Richtlinie 1.4 Unterscheidbar

Machen Sie es Benutzern leichter, Inhalt zu sehen und zu hören einschließlich der Trennung von Vorder- und Hintergrund.

2. Bedienbar

Bestandteile der Benutzerschnittstelle und Navigation müssen bedienbar sein.

Richtlinie 2.1 Tastaturbedienbar

Sorgen Sie dafür, dass alle Funktionalitäten per Tastatur zugänglich sind.

Richtlinie 2.2 Ausreichend Zeit

Geben Sie den Benutzern ausreichend Zeit, Inhalte zu lesen und zu benutzen.

Richtlinie 2.3 Anfälle und körperliche Reaktionen

Gestalten Sie Inhalte nicht auf Arten, von denen bekannt ist, dass sie zu Anfällen führen.

Richtlinie 2.4 Navigierbar

Stellen Sie Mittel zur Verfügung, um Benutzer dabei zu unterstützen zu navigieren, Inhalte zu finden und zu bestimmen, wo sie sich befinden.

Richtlinie 2.5 Eingabemodalitäten

Make it easier for users to operate functionality through various inputs beyond keyboard.

3. Verständlich

Informationen und Bedienung der Benutzerschnittstelle müssen verständlich sein.

Richtlinie 3.1 Lesbar

Machen Sie Inhalt lesbar und verständlich.

Richtlinie 3.2 Vorhersehbar

Sorgen Sie dafür, dass Webseiten vorhersehbar aussehen und funktionieren.

Richtlinie 3.3 Hilfestellung bei der Eingabe

Helfen Sie den Benutzern dabei, Fehler zu vermeiden und zu korrigieren.

4. Robust

Inhalte müssen robust genug sein, damit sie zuverlässig von einer großen Auswahl an Benutzeragenten einschließlich assistierender Techniken interpretiert werden können.

Richtlinie 4.1 Kompatibel

Maximieren Sie die Kompatibilität mit aktuellen und zukünftigen Benutzeragenten, einschließlich assistierender Techniken.

5. Konformität

This section lists requirements for conformance to WCAG 2.1. It also gives information about how to make conformance claims, which are optional. Finally, it describes what it means to be accessibility supported, since only accessibility-supported ways of using technologies can be relied upon for conformance. [en;https://www.w3.org/TR/UNDERSTANDING-WCAG20/conformance;Understanding Conformance] includes further explanation of the accessibility-supported concept.

5.2 Konformitätsbedingungen

Damit eine Webseite WCAG 2.1-konform ist, müssen alle folgenden Konformitätsbedingungen erfüllt sein: