Barrierefreies Webdesign ein zugängliches und nutzbares Internet gestalten

Verständliche Inhalte

Verschiedene Verständlichkeitsmodelle und -theorien kommen in Einzelfragen zu unterschiedlichen Ergebnissen. Erkenntnisse der Verständlichkeitsforschung, etwa Intern: das Hamburger Verständlichkeitskonzept können in den Kontext der Anforderungen der WCAG 2.0 gesetzt werden, allerdings setzt die WCAG 2.0 stets die technische Überprüfbarkeit voraus. Einige der Ergebnisse der Verständlichkeitsforschung zur Lesbarkeit, zur Leserlichkeit, zur Textorganisation und zum Sprachniveau finden sich in der WCAG 2.0 wieder.

Textverstehen ist ein aktiver Prozess und eine Interaktion zwischen Text und Leser. Texte sind für unterschiedliche Leser unterschiedlich leicht verstehbar. Dies hat sowohl mit den Interessen und dem Vorwissen des Lesers zu tun, als auch mit dessen individuellen Fähigkeiten. Aufgrund der unterschiedlichen Voraussetzungen können Texte nicht für alle Leser gleichermaßen verständlich gemacht werden. Dennoch können Voraussetzungen geschaffen werden, die zur Textverständlichkeit beitragen und die Zugänglichkeit der Inhalte auf der Verständlichkeitsebene fördern. Hierzu zählen redaktionelle Aspekte wie die Verwendung geläufiger Begriffe oder kurzer Sätze und gestalterische Maßnahmen wie das Vermeiden von Blocksatz und die Berücksichtigung von relativen Schriftgrößen und höheren Zeilenabständen. Auch die Verwendung von Zwischenüberschriften gehört zu den Anforderungen der Verständlichkeit:

Screenshot: Erkennbare Strukturen für Überschriften, Abschnitte, Navigationsblöcke auf den Seiten der PRO RETINA. Kurze Abschnitte und eine sichtbare Gliederung helfen, die inhaltliche Struktur schnell zur erfassen.

Überhaupt spielt die Textorganisation, also der gezielte Einsatz von Überschriften oder Listen zur besseren Strukturierung von Texten, zu den wichtigen Aspekten der Verständlichkeit. Um aber barrierefrei zu sein, müssen diese visuellen Aspekte der Leserlichkeit im HTML ebenso nachvollziehbar sein.