Barrierefreies Webdesign ein zugängliches und nutzbares Internet gestalten

Alternative Versionen

Obwohl die alternative Version eines Inhalts durchaus zur Barrierefreiheit beitragen kann, so hat die in der Praxis oft vorzufindende Textversion eines kompletten Webauftritts niemals zu den Anforderungen der Barrierefreiheit gehört. Alternative Versionen können vielmehr Intern: in Einzelfällen dazu beitragen, besondere Inhalte barrierefrei anzubieten.

Es gibt verschiedene technische und inhaltliche Gegebenheiten, die eine alternative Version erforderlich machen:

Verständlichkeitsfördernde, Intern: ergänzende Inhalte fördern die Barrierefreiheit. Diese zusätzlichen Inhalte können — je nach Ausgangsmaterial — sein:

Auch können Style-Switcher in Einzelsituationen nützliche Features darstellen und weitergehende Anforderungen der Barrierefreiheit sicherstellen.

Wenn die barrierefreie Alternative eines Inhalts berücksichtigt werden muss, dann muss die Alternative auf barrierefreie Weise von der nicht barrierefreien Seite aus Intern: aufgerufen werden können. Dies ist ein entscheidender Aspekt bei der Bereitstellung alternativer Versionen, denn Nutzer sollten auf die barrierefreie Version ohne zusätzliche Hürden gelangen können. Anders formuliert: Wenn etwas nicht barrierefrei ist, wie soll jemand, der auf die Barrierefreiheit angewiesen ist, zur barrierefreien Version gelangen?

Das umstrittenste Thema aus dem Bereich des barrierefreien Webdesigns ist die sogenannte Intern: Textversion. Alternative Versionen können für das Erreichen einer bestimmten Konformitätsstufe der WCAG 2.0 eingesetzt werden, wenn Einzelseiten oder einzelne Inhalte besonders aufbereitet werden müssen. Sie sind jedoch stets ein Behelf und nur für wenige Szenarien zulässig, wie zum Beispiel HTML-Alternativen für Dokumente in einem nicht barrierefreien Format. Textversionen waren und sind keine zulässigen alternativen Versionen für HTML-Seiten.