Eine ergänzende Orientierungshilfe: Die Brotkrumen-Navigation veröffentlicht in 2011

In den Web Content Accessibility Guidelines (WCAG) 2.0 wird die Angabe der Position einer Webseite innerhalb eines Webauftritts in Intern: Erfolgskriterium 2.4.8 auf Konformitätsstufe AAA verlangt. Dabei geht es darum, dem Nutzer eine bessere Orientierung innerhalb des Webauftritts zu vermitteln und die Navigation zu erleichtern. In der Barrierefreien Informationstechnik-Verordnung (BITV) 2.0 wird die gleiche Anforderung mit Priorität I belegt. Inhaltlich unterscheiden sich die Anforderungen aus der WCAG 2.0 und BITV 2.0 nicht.

Die Angabe der Position einer einzelnen Seite innerhalb eines Webauftritts muss nicht zwangsläufig mit einem Brotkrumenpfad erfolgen. Es gibt verschiedene Alternativen, die ebenso zur Erfüllung des Erfolgskriteriums beitragen können:

Extern, englischsprachig: Kennzeichnung der Seite in den Navigationsleisten
Die Kennzeichnung der aktuellen Seite innerhalb von Navigationsleisten ist die gängigste Technik, die aktuelle Position einer Seite innerhalb einer Hierarchie zu vermitteln. Es gibt allerdings einige Kriterien, die dabei erfüllt sein müssen, damit die Technik barrierefrei wird. Zum einen dürfen solche Hervorhebungen visuell Intern: nicht alleine durch Farbe vermittelt werden und zum anderen müssen sie Intern: textlich oder strukturell ebenfalls nachvollziehbar sein. Eine ergänzende Brotkrumen-Navigation ist bestenfalls als sekundäre Navigation zu bewerten.
Extern, englischsprachig: Textliche Angaben im Dokumenttitel
Die Angabe von Pfadangaben im Dokumenttitel, um die Einordnung der aktuellen Seite in der Hierarchie des Webauftritts anzugeben, ist ebenfalls ein denkbarer Weg, das Erfolgskriterium zu erfüllen. Diese Technik hat aber ihre Grenzen, sobald die Hierarchie drei oder mehr Ebenen aufweist.
Extern, englischsprachig: Einsatz des LINK-Elements
Das vorgesehene HTML-Element, um das Verhältnis der aktuellen Seite zu anderen Seiten des Webauftritts abzubilden, ist das LINK-Element. Da das LINK-Element nicht von allen Browsern unterstützt wird und auch wenn es unterstützt wird, die dazugehörigen Werkzeugleisten meist eingeschaltet werden müssen, stellt die Technik keine zuverlässige Methode dar, das Erfolgskriterium zu erfüllen. Diese Technik kann also bestenfalls Intern: ergänzend zu anderen Techniken eingesetzt werden.