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Microsoft Active Accessibility geschrieben von Jan Eric Hellbusch und Günter Hanke (2002)
Programmierrichtlinien für die Gestaltung der Benutzeroberfläche von Programmen zur Erfassung mit Blindenhilfsmitteln
Nachfolgend finden Sie die wichtigsten Tipps zur Entwicklung blindengerechter Software (diese betreffen im Allgemeinen nicht die Gestaltung von Websites, es sei denn Sie verwenden ergänzende Web-Technologien wie Java oder Flash):
In Dialogboxen sollten möglichst nur Standard-Windows-Dialogelemente verwendet werden, keine selbstdefinierten Editlines, Listboxen, Comboboxen usw.
Falls doch selbstdefinierte Dialogelemente verwendet werden müssen, aktives Element mittels Focusrechteck oder durch das System-Caret kennzeichnen und markierte Elemente mittels der eingestellten Windows-Farben für hervorgehobenen Text so kennzeichnen, wie dies bei den Standard-Elementen der Fall ist.
Keine Buttons mit Grafik verwenden, oder wenn, zusätzlich oder alternativ mit Text beschriften.
Möglichst keine deaktivierten (grayed) Buttons verwenden.
Möglichst auf Owner-Drawed Menus und Dialogelemente verzichten.
Nur Standard-Windows-Carets verwenden, keine selbstprogrammierte blinkende Cursor.
Carets sollten nur dann blinken, wenn das entsprechende Fenster den Tastatur-Focus hat.
Benutzung der eingestellten Windows-Farben für Text, Texthintergrund, hervorgehobenen Text usw.
Alle Funktionen müssen durch Tastatur erreichbar sein, eventuell über das Menu, besser zusätzlich über Hotkeys
Gruppierung von zusammengehörigen Elementen in Dialogboxen wie z.B. Radiobuttons in horizontaler Ausrichtung, dass sie gleichzeitig auf einer Zeile dargestellt werden können.
Aus dem gleichen Grund sollten Buttons in Dialogboxen am unteren Fensterrand nebeneinander anstatt am rechten Fensterrand untereinander angeordnet werden.
Labels sollten vor oder nach dem entsprechenden Kontrollelement und nicht darüber stehen.
Bedienelemente, die erst durch Positionieren der Maus auf bestimmte Bildschirmbereiche sicht- oder erreichbar werden, sollten vermieden werden.
Ausführliche Informationen zum Thema "behindertengerechte Programmierung" entnehmen Sie den IBM-Richtlinien.