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MSAA ist die Microsoft Active Accessibility, Schnittstelle von Microsoft, mit der Hilfsmittelprogramme wie Screenreader Informationen zu einem Programm erfragen können. Folgende Programme haben eine MSAA-Unterstützung:
(Stand: 2002)
MSAA ist eine von Microsoft erdachte Schnittstelle, über die Hilfsmittelprogramme auf Informationen von Programmen zugreifen können. Damit können Text, Farbe, Position des Elementes sowie weitere Zusatzinformationen dem Hilfsmittel zugänglich gemacht werden. Beispielsweise lassen sich in Microsoft Word nur auf dieser Weise die am Bildschirm grafisch dargestellten Linien für Rahmen auswählen.
MSAA wurde zuerst im Internet Explorer 4.01 eingebaut und seitdem in die verschiedenen Versionen des Internet Explorers sowie dem Betriebssystem Windows und der Microsoft Office-Anwendungen eingefügt.
Über die MSAA-Schnittstelle lassen sich auch Informationen von anderen Programmen erfragen, die MSAA nicht unterstützen, da das Betriebssystem diese zur Verfügung stellt. Jedoch viele Informationen wie z.B. zu Grafiken können nicht vermittelt werden, wenn die Anwendung selbst dies nicht anbietet.
Nachdem letztes Jahr Adobe seinem Acrobat Reader 5 die MSAA einbaute, kam im März 2002 ein weiterer großer Hersteller zu den MSAA-Nutzern hinzu: Macromedia fügte seinem Flash MX die MSAA-Schnittstelle hinzu. Besser gesagt wurde dem Flash-Player die Schnittstelle hinzugefügt und Flash MX erhielt einige Zusatz-Features, um MSAA vom Flash-Entwicklern besser berücksichtigen zu lassen.
Zwar ist MSAA eine von Microsoft genau definierte Schnittstelle, doch jede Software (selbst die unterschiedlichen Microsoft-Produkte) und sogar Softwareversionen haben MSAA unterschiedlich implementiert .
Deshalb müssen die Hersteller von Hilfsmittelprogrammen (Screenreadern wie Blindows, Virgo oder JAWS) nach jeder neuen Programmversion die Anpassung im Hilfsmittel vornehmen.
Die MSAA-Schnittstelle ist in der Windows-Systemsteuerung unter dem Namen "Eingabehilfen" mit dem Rollstuhlsymbol zu finden. Im englischen Original heißt es besser "Accessibility" also "Barrierefreiheit".
Der Grund, dass nun mehr und mehr Hersteller auf den MSAA-Zug aufspringen ist, dass in den USA in den Behörden nur noch behindertengerechte Software angeschafft werden darf. Das regelt der American Disability Act, (in der Regel als ADA abgekürzt) und darin Section 508.
In Europa sind derartige Bestrebungen im Gange, doch werden nun erst nach und nach aus den EU-Richtlinien nationale Richtlinien wie das unlängst in Kraft getretene deutsche Behindertengleichstellungsgesetz rechtskräftig.
Desweiteren bleibt die Entwicklung bei Microsoft abzuwarten. Mit dem Betriebssystem Longhorn wird der Zugang zu elektronischen Informationen für Hilfsmittel anders gestaltet. Eine Skizzierung der Änderungen finden Sie im
Interview mit dem Chefentwickler von Baum.
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