Tabben statt Klicken veröffentlicht in 2001/2011

Alternative zu tabindex

Soll die Tab-Reihenfolge manipuliert werden, dann geht es meist um eine bestimmte Funktion oder einen Inhalt, der sofort erreicht werden soll. Manchmal ist es zweckmäßig, den Fokus automatisch in ein Suchfeld zu setzen, beispielsweise in der Annahme, dass alle Besucher zu dieser Stelle wollen. Ein Beispiel ist die Suchmaschine von Google: Nach Aufruf blinkt bei aktiviertem JavaScript der Cursor bereits im Eingabefeld. Statt hier mit tabindex zu arbeiten, kommt eine einfache JavaScript-Lösung wie nachstehend zum Einsatz:

<form action="#" method="get">
  <p><label for="schnellsuche" class="unsichtbar">Suchbegriffe eingeben:</label><input type="text" name="suche" id="schnellsuche" />
  <button type="submit">Suche starten</button></p>
</form>
<script type="text/javascript">
  document.getElementById('schnellsuche').focus();
</script>

Diese Methode sollte jedoch nur angewandt werden, wenn davon auszugehen ist, dass jeder Nutzer dieses eine Steuerelement nutzen will und sonst keines. Wenn sich z.B. vor einem Suchformular Navigationsbereiche befinden, ist fraglich, ob wirklich jeder Nutzer nur an dem Suchformular interessiert ist. Tatsächlich gibt es wenige Webangebote mit solch dominanten Funktionen, sodass im Allgemeinen auf diese Technik verzichtet werden sollte.

Dennoch können solche Techniken auch die Barrierefreiheit fördern, etwa bei der Fehlerbehandlung in Formularen: Wird nach Abschicken eines Formulars ein Eingabefehler festgestellt, dann kann der Fokus nach dem Abschicken des Formulars Extern, englischsprachig: auf eine Fehlermeldung gelegt werden.