Umgehen von fokussierbaren Inhalten

veröffentlicht in 2016

zuletzt bearbeitet in

Auf Webseiten müssen Tastaturnutzer über ein Mechanismus verfügen, um Inhaltsblöcke zu umgehen. Dabei geht es um solche Inhaltsblöcke, die viele fokussierbare Inhalte enthalten und wiederholt auf verschiedenen Webseiten eines Webauftritts vorkommen, wie zum Beispiel eine Navigationsleiste. Vor allem wenn Inhaltsblöcke viele aktive Elemente umfassen, kann die Navigation per Tastatur sonst aufwändig werden.

Von der Möglichkeit, einzelne Inhaltsblöcke wie eine Navigation zu überspringen, profitieren verschiedene Nutzergruppen. Es sind zunächst blinde Nutzende zu nennen, die mit Screenreadern Inhalte lesen und bedienen und per Tastatur navigieren. Darüber hinaus zählen Nutzende dazu, die einen Zeiger wie eine Maus oder ein Finger auf einem Touch-Screen nicht einsetzen können und deshalb auf die Tastaturschnittstelle oder eine Schaltersteuerung angewiesen sind. Schließlich gibt es Nutzende, die generell eine Tastatur zur Bedienung von Webseiten bevorzugen.

Das Umgehen von Navigationsbereichen muss sowohl per Tastatur als auch mit einem Screenreader möglich sein. Das gilt für eine Hauptnavigation genauso wie für eine A-Z-Liste in einem Glossar oder die Blätterfunktion für die Ergebnisse einer Suche. Auch andere Inhalte können viele aktive Elemente umfassen, wozu Social-Media-Widgets, Karten und Sidebars zählen können.

Typische Techniken, die das Umgehen von Inhaltsblöcken erlauben, sind:

Der Sprunglink ersetzt die strukturelle Navigation nicht, sondern ergänzt sie für Nutzende, die keinen Screenreader oder andere Assistenztechnologie verwenden. Sprunglinks können dennoch für blinde Nutzende hilfreich sein, etwa wenn sie die Möglichkeiten der strukturellen Navigation nicht beherrschen oder wenn ihnen die Struktur der Webseite noch nicht geläufig ist.