Das i-Tüpfelchen der Barrierefreiheit veröffentlicht in 2010

HTML semantisch richtig anwenden

Auf der technischen Ebene ist ein valides Dokument ein Qualitätsmerkmal. Durch den Einsatz von HTML-Validatoren zur Überprüfung des technischen Unterbaus eines HTML-Dokuments können einige Fehler aufgedeckt werden, welche die technische Zugänglichkeit beeinflussen. Gleichzeitig lässt ein valides Dokument nur sehr eingeschränkte Aussagen über die Barrierefreiheit zu.

In der Definition von HTML wird über die Festlegung der richtigen Syntax hinaus die Extern, englischsprachig: Semantik einzelner Elemente und die korrekte Verwendung von Attributen beschrieben. Erst die Berücksichtigung dieser Vorgaben stellt sicher, dass Zugangssoftware einschließlich Hilfsmittel die Inhalte in der Weise aufbereiten, wie es die Spezifikation vorsieht.

Wichtig ist zunächst, dass HTML-Elemente und -Attribute ihrem Zweck nach eingesetzt werden, denn es geht nicht nur um die Darstellung von Inhalten am Bildschirm, sondern auch um die Semantik im Quellcode. Ob das Document Object Model (DOM) oder die Schnittstellen für Hilfsmittel, es kommt immer darauf an, dass die Werte, Stati und Rollen der Inhalte technisch ermittelt werden können.

In den HTML-Spezifikationen wird die Bedeutung einzelner HTML-Elemente beschrieben. Für die visuelle Präsentation ist die beschriebene Semantik meist irrelevant, denn die "Semantik" einzelner Elemente wird durch zahlreiche andere Eigenschaften vermittelt, etwa Farbe, Schriftgröße oder Positionierung von Inhalten. Wichtig wird Semantik vor allem dann, wenn Software das HTML analysiert und auf der Datenbasis eine Benutzungsschnittstelle herstellt, etwa bei Screenreadern, Vergrößerungssystemen oder diversen Eingabegeräten:

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