Mythos "Textversion"

Umleitung oder Link zur alternativen Version

Der direkte Zugriff

Der wichtigste Aspekt bei der Bereitstellung einer alternativen Version ist deren Erreichbarkeit. Wenn die nicht-barrierefreie Seite aufgerufen wird, muss die alternative Version leicht aufrufbar sein, auch kann prophylaktisch zuerst immer auf die barrierefreie Version umgeleitet werden. Die automatische Umleitung auf die alternative Version wird zumindest die Zugänglichkeit fördern und wer den nicht-barrierefreien Inhalt aufrufen möchte, kann dies von der barrierefreien Version tun.

Es gibt sehr nützliche Techniken für eine bedingte Umleitung von Dateiaufrufen, die allerdings nur durch die Konfiguration des Servers eingerichtet werden können. Weil nicht jeder Zugriff auf die Serverkonfiguration hat, können auch andere Techniken eingesetzt werden. Beispielsweise sind klassische Links eine Möglichkeit; eine andere Option ist die Verwendung von Meta-Angaben.

Serverseitige Umleitungen auf alternative Versionen

Wenn eine barrierefreie Version eines nicht-barrierefreien Inhalts bereitgestellt wird, dann kann [extern, englisch] der Server so konfiguriert werden, dass Nutzer zunächst nur Zugriff auf die barrierefreie Version erhalten. Beispielsweise kann auf Apache-Servern der Zugriff auf Dateien so gesteuert werden, dass der Zugriff auf die nicht-barrierefreie Seite ausschließlich von der barrierefreien Seite möglich ist.

Im einfachsten Beispiel gibt es zwei HTML-Dokumente, die eine zugänglichkeitsunterstützend und die andere nicht. Die nicht zugänglichkeitsunterstützende Seite könnte eine HTML5-Seite sein, die nicht in allen Browsern funktioniert. In der zugänglichkeitsunterstützenden Seite werden die Inhalte und Funktionen mit XHTML 1.0 und die dort vorhandenen Möglichkeiten aufbereitet. Beide Seiten können valide und nach allen Kriterien der Barrierefreiheit erstellt worden sein, aber die HTML5-Seite ist zurzeit nicht zugänglichkeitsunterstützend. Für das Beispiel heißt die HTML5-Seite "seite-mit-html5.html" und die alternative Version "seite.html".

Mit dem mod_redirect-Modul von Apache können Aufrufe der nicht-zugänglichkeitsunterstützenden Seite umgeleitet werden, außer wenn seite-mit-html5.html direkt von seite.html aufgerufen wird. Im .htaccess kann das wie folgt notiert werden:

# Zugriff auf seite-mit-html5.html wird nur von seite.html zugelassen
SetEnvIf Referer .*(seite.html)$ oeffne_dich_sesam
<FilesMatch ^(seite-mit-html5.html)$>
Order Deny,Allow
Deny from all
Allow from env=oeffne_dich_sesam
</FilesMatch>

# Alle sonstigen Zugriffe auf seite-mit-html5.html werden auf seite.html umgeleitet
ErrorDocument 403 /pfadangabe/seite.html

Wenn ein Webauftritt [extern, englisch] Nutzereinstellungen anbietet, so kann durch das Setzen von Cookies oder die Speicherung von ergänzenden Login-Daten eine alternative Möglichkeit gegeben sein, die Anzeige von nicht-konformen Inhalten dem Nutzer zu überlassen. So könnten Optionen wie "Flash-Inhalte durch HTML-Inhalt ersetzen" oder Links zu PDF auf HTML umleiten" vorgesehen werden. Dem Nutzer wird dabei die Kompetenz zugesprochen, die Zugänglichkeit von Inhalten selbst beurteilen zu können.

Links zu alternativen Versionen

Die [extern, deutsch] Konformitätsbedingung 1 wird nur dann erfüllt, wenn Nutzer direkt auf barrierefreie Seiten umgeleitet werden oder wenn der Link zur barrierefreien Seite auf der nicht-barrierefreien Seite [extern, englisch] leicht auffindbar und bedienbar ist. Wenn serverseitige Umleitungen nicht möglich sind, müssen Links oder andere Mechanismen geboten werden, um zur barrierefreien Version zu gelangen. Insbesondere müssen die Links zu alternativen Versionen folgende Kriterien erfüllen:

  1. Wenn ein beliebiger (nicht-barrierefreier) Inhalt eines Webauftritts aufgerufen wird, muss der Link zur barrierefreien Version des aktuell angezeigten Inhalts unmittelbar aufzufinden sein.
  2. Der Link muss direkt zum barrierefreien Inhalt führen und darf beispielsweise nicht zu einer Übersichtsseite oder zur Startseite eines alternativen Angebots führen.

Auch wenn Nutzer im Wesentlichen einen nicht-barrierefreien Webauftritt bedienen können, treten Zugänglichkeitsprobleme möglicherweise doch in Einzelfällen auf. Gerade in solchen Einzelfällen ist es wichtig, dass der Nutzer direkt zur barrierefreien Fassung umschalten kann und nicht über Startseite oder andere Übersichtsseiten zu einer erneuten Informationssuche genötigt wird.

Dabei gibt es verschiedene Situationen, etwa:

Es gibt auch weitere Möglichkeiten, verschiedene Inhalte dem Nutzer zugänglich zu machen, z.B. mit META-Elementen im Kopfbereich einer Seite. Allerdings können nicht alle heute verwendeten Browser die durch Meta-Angaben vorgegebenen Navigationselemente anzeigen und auch wenn bestimmte Browser die Meta-Angaben unterstützen, können die Navigationsleisten immer noch abgeschaltet sein. Unter dem Strich sind Meta-Angaben zur Verlinkung alternativer Versionen eines Inhalts keine zuverlässige Methode.

Über das CSS-Design

Lesen Sie, [intern] warum ich mich an die Standards halte und warum das Layout mit [intern] Cascading Style Sheets statt Tabellen oder Frames gestaltet wurde. Sollten Sie Probleme mit dem Layout haben, so finden Sie in der [intern] Liste standardkonformer Browser Links zu entsprechenden Download-Seiten.

Suchen Sie was auf barrierefreies- webdesign.de?


Entspricht die Seite den W3C-Normen?


validiertes XHTML 1.0
validiertes CSS

Die [intern] Gesamtübersicht dieses Webauftrittes erreichen Sie jederzeit über das -Pad mit Alt+6.

Der schnelle Seitenzugriff

Verwenden Sie [intern] Tastenkürzel, etwa Alt mit der entsprechenden Zahl, um auf diesem Webauftritt zu navigieren.

 

[intern] Startseite [intern] Know-How [intern] Bücher [intern] Richtlinien [intern] Links [intern] Kontakt

Logo: Xplain  Die Entstehung